Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

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Insidertransaktionen der Woche: Großaktionär legt bei Agrar- und Seetransportunternehmen Seaboard nach und sammelt 50 Millionen Dollar schweres Aktienpaket ein (Foto: josefkubes / shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte ­hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Oracle

Die Aktie des Datenbank- und Cloud-Spezialisten zeigt sich im Börsenjahr 2021 ausgesprochen stark. Seit dem Jahreswechsel kletterten die Papiere um rund 50% in die Höhe und notieren damit auf dem höchsten Stand aller Zeiten. Dies scheint den Director Rona Allison Fairhead nicht zu stören. Der Firmeninsider hat gerade noch einmal nachgelegt und seine Aktienposition um 150% ausgebaut. Fairhead erwarb zum Kurs von 96,02 Dollar insgesamt 2.277 Anteilsscheine. Damit summierten sich die Zukäufe auf 218.640 Dollar.

Oracle ist ein US-amerikanischer Soft- und Hardwarehersteller mit Hauptsitz in Austin, Texas. Das Unternehmen ist spezialisiert auf die Entwicklung und Vermarktung von Computer-Hardware und -Software für Unternehmenskunden – insbesondere des Datenbanksystems Oracle Database. Oracle zählt zu den weltweit größten Softwareherstellern gemessen am Umsatz. Im letzten Quartal erzielte der Konzern bei einem Umsatz von 9,72 Milliarden Dollar einen Nettogewinn von 2,45 Milliarden Dollar. Zuletzt kündigte Oracle hohe Investitionen an: Mit 14 neuen Rechenzentren will der Konzern Amazon, Microsoft und Google in der Cloud Paroli bieten.

E2open Parent Holdings

Beim Softwarespezialisten E2open Parent Holdings gab es ebenfalls größere Aktienkäufe zu beobachten. Der Vorstand und der Finanzvorstand sammelten insgesamt 42.000 Aktien ein. Bei Kaufkursen zwischen 11,96 und 11,08 Dollar je Anteil summierte sich das Transaktionsvolumen auf 465.318 Dollar.

E2open Parent Holdings ist ein Anbieter von Supply-Chain-Management-Software. Das Unternehmen bietet eine Plattform an, die globale Lieferketten orchestriert. Die SaaS-Plattform des Unternehmens erkennt und reagiert auf Nachfrage-, Angebots- und Lieferbeschränkungen in Echtzeit und führt Daten von Kunden, Vertriebskanälen, Lieferanten, Auftragsfertigern und Logistikpartnern zusammen.

Im letzten Berichtsquartal erzielte das Unternehmen bei einem Umsatz von 78 Millionen Dollar einen Verlust von 20,5 Millionen Dollar.

Seaboard

Bei Seaboard legte der Großaktionär Caravel Holdings nach und erwarb 2,41 Millionen Anteilsscheine. Für die Zukäufe beim Kurs von 20,70 Dollar pro Aktie musste Caravel 50 Millionen Dollar auf den Tisch legen. Durch die Käufe erhöhte sich der Caravel-Aktienbestand um 150% auf 3,98 Millionen Anteile.

Seaboard ist ein multinationales Agrar- und Seetransportunternehmen im Bereich Schweinefleischproduktion, Rohstoffhandel, Zuckeranbau, Stromerzeugung und Frachtschifffahrt mit Sitz in Kansas / USA. Seit 2012 hält Seaboard zudem einen 50%-Anteil an Butterball LLC, dem größten Truthahnproduzenten Amerikas. Der größte Teil der Umsätze entfällt dabei auf Lateinamerika, die USA und Afrika.

Im zweiten Quartal kletterten die Umsätze um 34% auf 2,43 Milliarden Dollar. Am Ende stand ein Gewinn von 176 Millionen Dollar in den Büchern. Zum Vergleich: Im Vorjahr fiel noch ein Verlust von 27 Millionen Dollar an.

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Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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