+++ GRATIS Online-Sendung: Money Movement - Der neue Börsenstammtisch für Anleger | ab 08.08., 18 Uhr +++

Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

Inhaltsverzeichnis

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte ­hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Asana

Nach dem jüngsten Rücksetzer kam es bei der Aktie des Softwarespezialisten Asana erneut zu massiven Insiderkäufen. Der Firmengründer und Vorstand Dustin Moskovitz, der auch zu den Mitgründern Facebooks zählte, legte wieder nach: Bei 100 Dollar erwarb Moskovitz 371.928 Anteilsscheine. Damit lag der Gegenwert der Transaktionen bei 37,19 Millionen Dollar. Auffällig: Seit Juni fällt Moskovitz bereits mit signifikanten Aktienkäufen auf. Seither hat der Firmengründer mehr als 4,5 Millionen Aktien eingesammelt. Inzwischen hält Moskovitz 5,58 Millionen Asana-Papiere und damit 3,2% aller Firmenanteile.

Asana ist Anbieter einer gleichnamigen Business-Software, mit der Unternehmen ihre Arbeit organisieren können. In Asana können Aufgaben verteilt und Deadlines gesetzt werden, zudem können Teams über ihre gemeinsame Arbeit kommunizieren. Im zurückliegenden Quartal kletterten die Umsätze um 72% auf 89 Millionen Dollar. Damit zog die Wachstumsdynamik zum Vorquartal (+61%) nochmals an. Vor allem bei den Großkunden wird die Software zunehmend beliebter: Bei Kunden mit mehr als 50.000 Dollar jährlichem Vertragsvolumen zeigte Asana ein Wachstum von 111% auf mittlerweile 598 Kunden.

Six Flags Entertainment

Die Aktie des Themen- und Wasserparkbetreibers Six Flags Entertainment stand zuletzt mit dem wieder an Dynamik gewinnenden Pandemiegeschehen unter Druck. Geht es nach den Firmeninsidern, dann eröffnet das aktuelle Kursniveau mehr Chancen als Risiken: Seit Mitte November gab es Käufe von drei verschiedenen Insidern. Bei Kursen zwischen 36,50 und 42,93 Dollar erwarben ein Großaktionär (Rehan Jaffer), ein Director (Arik Ruchim) und der Vorstand (Selim Bassoul) 980.000 Aktien. In Summe lag der Gegenwert aller Käufe bei über 39 Millionen Dollar.

Six Flags Entertainment besitzt und betreibt regionale Themen- und Wasserparks unter dem Namen Six Flags. Die Parks bieten verschiedene Achterbahnen, Wasserattraktionen, Themenbereiche, Konzerte und Shows, Restaurants, Spielhallen und Einzelhandelsgeschäfte. Mit Stand vom 18. März 2021 betrieb das Unternehmen 26 Parks in den Vereinigten Staaten, Mexiko und Kanada.

Nach einem Pandemie bedingten massiven Geschäftseinbruch erholte sich der Konzern zuletzt wieder und konnte die beiden vergangenen Quartale mit Gewinn abschließen. Im dritten Quartal ging ein Umsatz von 638 Millionen Dollar (vs. Vorjahr 126 Millionen Dollar) durch die Bücher. Am Ende reichte das für einen Gewinn von 157 Millionen Dollar.

Cano Health

Bei Cano Health gab es zuletzt ebenfalls auffällige Aktienkäufe zu beobachten. Bei Kursen zwischen 9,65 und 10,55 legten sich ein Vorstand und ein Director 105.000 Aktien ins Depot. Insgesamt summierten sich die Käufe auf 1,1 Millionen Dollar.

Cano Health ist ein Anbieter von Primärversorgung für Senioren und unterversorgte Gemeinden. Das Unternehmen betreibt Primärversorgungs-zentren und unterstützt angeschlossene Arztpraxen, die sich auf die Versorgung von Senioren in Florida, Texas, Nevada und Puerto Rico spezialisiert haben. Cano Health bietet Gesundheitsmanagement-Programme an, darunter Telemedizin, die Zustellung von Rezepten nach Hause, Wellness-Programme, Pflegeüberleitung sowie das Management von Hochrisiko- und Komplexpflege.

Für 2021 stellt Cano Health einen Umsatz einen Umsatz von 1,6 Milliarden Dollar, der in 2022 auf 2,6 bis 2,7 Milliarden Dollar ansteigen soll.