Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

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Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte ­hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Twitter

In diesem Jahr tut sich die Aktie des Kurznachrichtendienstes Twitter schwer. Seit dem Jahreswechsel liegen die Papiere rund 17% im Minus und haben damit deutlich schlechter abgeschnitten als der breite US-Aktienmarkt (S&P 500: +24%). Geht es nach dem Director SLTA dann ist der Kursrückgang übertrieben und eröffnet Gewinnchancen. Der Firmeninsider erwarb bei Kursen zwischen 43,91 und 45,72 Dollar insgesamt 2,1 Millionen Aktien. In Summe belief sich der Transaktionswert auf 93,5 Millionen Dollar.

Die Coronakrise schiebt Twitter weiter an. Im dritten Quartal stieg der Umsatz um 37% auf 1,28 Milliarden Dollar. Im vierten Quartal sollen die Erlöse zwischen 1,5 und 1,6 Milliarden Dollar liegen. Trotzdem graben Konkurrenten wie TikTok Twitter ein wenig das Wasser ab. Die Zahl der täglich aktiven Nutzer erhöhte sich zwar um 13% auf 211 Millionen. Damit blieb Twitter jedoch hinter den Erwartungen von Analysten zurück.

Unterm Strich verbuchte Twitter einen Verlust von rund 536,8 Millionen Dollar nach schwarzen Zahlen von knapp 29 Millionen Dollar ein Jahr zuvor. Das hohe Minus ging aber auf eine Vergleichszahlung von über 800 Millionen Dollar nach einer Investorenklage zurück. Die Anleger hatten bereits 2016 mit dem Vorwurf geklagt, Twitter habe falsche Angaben über die Wachstumsaussichten gemacht.

Dick’s Sporting Goods

Bei der Aktie des Sportartikelspezialisten Dick’s Sporting Goods gab es ebenfalls einen signifikanten Aktienkauf. Der Executive Chairman Edward Stak legte sich 227.000 Anteilscheine zu. Beim Kaufkurs von 110,30 Dollar je Stück musste der Firmeninsider insgesamt 25,03 Millionen Dollar für die Käufe auf den Tisch legen.

Dick’s Sporting Goods ist ein US-amerikanisches Einzelhandelsunternehmen für Sportartikel. Der Konzern unterhält Dick’s Sporting Goods Ladengeschäfte in fast allen Bundesstaaten der USA. Zuletzt betrieb das Unternehmen 730 DICK’S Sporting Goods-Filialen.

Im dritten Quartal erzielte der Konzern ein Umsatzplus von 13,9% auf 2,75 Milliarden Dollar, was 260 Millionen Dollar über den Analystenerwartungen lag. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag mit 3,19 Dollar ebenfalls deutlich (um 1,17 Dollar) über den Konsensprognosen.

Docusign

Beim Technologiekonzern Docusign nutzte ein Firmeninsider den Kurseinbruch nach den Quartalszahlen, um sich mit Aktien einzudecken. Der Vorstand Daniel Springer erwarb nach dem 40%-igen Kursrutsch bei Preisen zwischen 141,26 und 143,95 Dollar 34.751 Aktien. Der Gegenwert der Käufe belief sich in Summe auf knapp 5 Millionen Dollar.

Docusign ist ein Anbieter, der Lösungen bereitstellt, die auf der Technologie der elektronischen Signatur basieren. Die Softwareplattform Agreement Cloud bietet Werkzeuge und automatisierbare Workflows für mehrere Etappen beim Umgang mit Verträgen, wie Erstellung und Verhandlung, Analyse, Speicherung sowie Unterzeichnung und Versand. Dazu kommen Lösungen für Prozesse wie Identitätsverifikation und Zahlungsverarbeitung.

Die Corona-Pandemie hatte DocuSign fünf Quartale beschert, in denen sich das Umsatzwachstum beschleunigte. Im dritten Quartal kletterte der Umsatz auf 546 Millionen Dollar (+42%) und der Gewinn je Aktie lag bei 0,58 Dollar über den Erwartungen. Aussagen der Konzernführung, dass sich in den nächsten Quartalen die Wachstumsraten wieder normalisieren, ließen den Kurs aber zuletzt kollabieren.