Ken Fisher: Die drei größten Investments der Anlegerlegende

Amazon Logo RED_shutterstock_640664284_Jonathan Weiss

Apple, Microsoft und Amazon: Star-Investor Ken Fisher hält den großen Tech-Werten die Treue (Foto: Jonathan Weiss / shutterstock.com)

Heute möchte ich für Sie auf die drei größten Aktien-Positionen aus dem Portfolio des Top-Investors Kenneth (Ken) Fisher eingehen.

Einem einzigen Großinvestor blind zu folgen, ohne die Hintergründe zu den einzelnen Aktien-Positionen zu kennen, ist sicher nicht ratsam. Doch wenn Sie auf der Suche nach aussichtsreichen Aktien mit gutem Chance-Risiko-Verhältnis sind, kann sich ein Blick auf die Investments von Top-Investoren wie Ken Fisher lohnen.

Der 1950 geborene Kenneth Lawrence Fisher ist als Investor extrem erfolgreich. Bekannt ist er als Sohn des legendären Investors Philip A. Fisher, der ein riesiges Vermögen angehäuft und sogar Warren Buffet beeinfluss hat, allemal. Dabei hat er zunächst mit einem Forstwirtschaftsstudium eine komplett andere Laufbahn eingeschlagen. Nach einem kurzen Intermezzo in der Investmentfirma seines Vaters gründete er seine eigene Firma mit dem bescheidenen Startkapital von 250 Dollar. Heute verwaltet der Starmanager knapp 142 Milliarden Dollar.

Dabei ist Fisher kein reiner Value Investor. Er sucht bei seinen Investments vielmehr qualitativ hochwertige Geschäftsmodelle und geht bei der Auswahl nicht nur bewertungsgetrieben vor.

Das sind derzeit die drei größten Aktien-Positionen von Ken Fisher:

Apple

Größte Aktienposition ist die Apple-Aktie mit einer Gewichtung von rund 5,5%. Insgesamt hat der Fondsmanager gut 7,6 Milliarden Dollar in den Technologieriesen investiert. Bei Apple ist Fisher schon länger investiert. Im ersten Quartal 2009 kaufte er bereits seine ersten Aktien. Seit dem dritten Quartal 2017 hat er seinen Bestand aber nochmals deutlich ausgebaut. Unter dem Strich sitzt Fisher auf einem Buchgewinn von gut 220%.

Apple ist in dieses Jahr mit starken Zahlen gestartet, wie sie früher nur im Weihnachtsgeschäft erreicht wurden. Der iPhone-Konzern steigerte den Umsatz im vergangenen Quartal um 54% auf 89,6 Milliarden Dollar. Der Gewinn fiel mit 23,6 Milliarden Dollar gut doppelt so hoch aus wie ein Jahr zuvor. Das iPhone spielte dabei wieder einmal die Hauptrolle und brachte knapp 48 Milliarden Dollar Umsatz ein – fast zwei Drittel mehr als vor einem Jahr. Aber auch bei den Mac-Computern gab es ein sattes Plus von 70% auf 9,1 Milliarden Dollar Umsatz. Das war der höchste Wert im Geschäft mit Mac-Computern überhaupt.

Microsoft

Zweitgrößte Position ist die Microsoft-Aktie mit einer Gewichtung von 4%. Inzwischen hält Fisher Aktien im Gegenwert von 5,6 Milliarden Dollar. Seine ersten Aktien des Software-Riesen kaufte der Manager bereits im Jahr 2009. Insgesamt sitzt Fisher inzwischen auf Buchgewinnen von annähernd 270%.

Zuletzt liefen die Geschäfte des Technologie-Riesen auf Hochtouren: Der Umsatz kletterte im ersten Quartal um 19% auf 41,7 Milliarden Dollar. Als Reingewinn blieben 15,5 Milliarden Dollar, was einem Plus von 44% entspricht. Grund für die ordentlichen Zuwächse war insbesondere die anhalten gute Nachfrage nach Desktop PCs und Notebooks in Pandemiezeiten. Hier profitiert der Software-Riese nicht nur dank des Betriebssystems Windows, sondern auch dank eigener Hardware wie den Surface-Books. Doch auch die Cloud entwickelt sich stark, wie das Wachstum von 50% des Infrastruktur-Dienstes Azure zeigt. Analysten hatten hier mit einer weiteren Abschwächung der Wachstumsraten auf 46% gerechnet.

Amazon

Drittgrößte Position ist die Amazon-Aktie mit einer Gewichtung von 3,96%. Fisher baute bereits im ersten Quartal 2011 eine Position in dem Online-Konzern auf und seine Bilanz kann sich sehen lassen: Nach zwischenzeitlichen Verkäufen und Käufen sitzt der Hedgefondsmanager auf Kursgewinnen von rund 320%.

Der Internet-Shoppingboom und die florierenden Cloud-Dienste haben Amazon ein hervorragendes erstes Quartal beschert. Die Erwartungen der Analysten wurden klar übertroffen. Im ersten Quartal nahm der Umsatz im Jahresvergleich um 44% auf 108,5 Milliarden Dollar zu. Den Nettogewinn erhöhte Amazon um mehr als das Dreifache auf den Rekordwert von 8,1 Milliarden Dollar, was einem Gewinn je Aktie von 15,79 Dollar entspricht.

Wall Street – Amazon Aktie im Chartcheck!

Wall Street – Amazon Aktie im Chartcheck!Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe des Video-Newsletters John Gossens Daily Dax. Täglich analysiere ich zwei Mal für Sie die internationalen Aktienmärkte und morgens starten wir immer mit dem Blick… › mehr lesen


© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
GeVestor Logo Adler
Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig den kostenlosen E-Mail-Newsletter "GeVestor täglich". Herausgeber: GeVestor Verlag | VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG. Sie können sich jederzeit wieder abmelden.

Hinweis zum Datenschutz