September 2021: Auf diese Aktien setzt Top-Investor David Tepper

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So will David Tepper den breiten Aktienmarkt schlagen: Top-Investor bleibt Fokus auf Big-Tech treu und setzt weiter mit hohen Summen auf Amazon & Co. (Foto: Anikei / Shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen die derzeit drei größten Aktien-Positionen aus dem Portfolio des Top Investors David Tepper vorstellen.

Mit einem geschätzten Privatvermögen von knapp 11,4 Milliarden US-Dollar (lt. Forbes) und einem Jahresverdienst von bis zu 3,5 Milliarden Dollar (2009) zählt Tepper zu den bestbezahltesten Fondsmanagern an der Wallstreet.

Dabei begann die Karriere des mittlerweile 59 jährigen, aus gutbürgerlichen Verhältnissen in Pittsburgh stammenden Managers, recht unspektakulär. Er studierte Volkswirtschaft an der Universität seiner Heimatstadt und begann seine berufliche Laufbahn 1980 als Kreditanalyst in einer Bank. Er fühlte sich aber dort nicht wohl und bildete sich an der Carnegie Mellon Universität weiter, wo er seinen Master-Abschluss erwarb.

Doch nach ersten Branchenerfahrungen begann Tepper im Jahr 1985 bei der New Yorker Investmentbank Goldman Sachs, wo er geradezu einen bilderbuchmäßigen Karriereaufstieg hinlegte. Bereits ein halbes Jahr nach dem Eintritt als Kreditanalyst leitete Tepper den Handelstisch für hochverzinsliche Wertpapiere. Nach dem sich Tepper acht Jahre lang mit notleidenden Firmen bei der Investmentbank beschäftigte, gründete er 1993 seinen eigenen Hedgefonds (Appaloosa Management).

Seinem Stil blieb er treu und fokussierte sich hauptsächlich auf Unternehmen in Schieflagen. Damit erzielte er herausragende Gewinne für seine Investoren. Über 20 Jahre erwirtschaftete Tepper immerhin 25,7% pro Jahr und damit eine Überrendite zum S&P 500 Index von beeindruckenden 15,9% pro Jahr.

Seine aktuell drei größten Aktienpositionen sind folgende:

Micron Technology:

Größte Position mit einer Portfolio-Gewichtung von beinahe 10% ist die Micron Technology-Aktie. Derzeit hält Tepper ein Aktienpaket im Wert von rund 480 Millionen Dollar an dem Konzern. Das Unternehmen kennt der Fondsmanager wie seine Westentasche. Seine ersten Micron Technology-Aktien kaufte Tepper bereits vor über 10 Jahren.

Micron Technology ist ein globaler Hersteller und Vertreiber von Halbleiter-Bauelementen. Darüber hinaus fertigt das Unternehmen Halbleiterbauelemente für CMOS-Bildsensoren und andere Halbleiterprodukte. Die gefertigten Artikel werden durch internen Vertrieb, unabhängige Handelsvertreter und Händler vor allem an Original Equipment Manufacturers (OEMs) und Einzelhändler weltweit vertrieben.

Im zurückliegenden Quartal konnte der Chip-Spezialist einen Umsatzanstieg um 36% auf 7,42 Milliarden Dollar verzeichnen. Am Ende stand ein Gewinn von 1,73 Milliarden Dollar nach 803 Millionen Dollar im Vorjahresquartal in den Büchern.

Amazon

Zweitgrößte Aktienposition mit einer Portfolio-Gewichtung von rund 9% ist die Aktie des Onlinehändlers Amazon. Derzeit hält Tepper ein Aktienpaket im Wert von 430 Millionen Dollar an dem Unternehmen.

Der Internet-Shoppingboom und florierende Cloud-Dienste haben den weltgrößten Online-Händler Amazon auch im letzten Quartal weiter beflügelt. Der Umsatz im Jahresvergleich um 27% auf 113,1 Milliarden Dollar zu. Damit überschritt der Umsatz das dritte Quartal in Folge die Marke von 100 Milliarden Dollar. Der Gewinn kletterte währenddessen um 50% auf 7,8 Milliarden Dollar. Für Enttäuschung sorgte aber die Prognose für das laufende Vierteljahr. Der Konzern stellte Umsätze von bis zu 112 Milliarden Dollar in Aussicht, was einer deutlichen Abschwächung des Wachstums auf maximal 16% entspricht – für Amazons Verhältnisse bescheiden.

Facebook

Drittgrößte Position mit einer Portfolio-Gewichtung von 8,7% ist die Facebook-Aktie. Derzeit hält Tepper ein Aktienpaket im Wert von knapp 420 Millionen Dollar an dem Unternehmen.

Bei dem sozialen Netzwerk-Riesen liefen die Geschäfte zuletzt auf Hochtouren: Der Umsatz von Facebook belief sich im zweiten Quartal 2021 auf 29,1 Milliarden Dollar. Das entspricht einem Plus von 56%. Damit hat das Unternehmen die Erwartungen von Analysten übertroffen – und einen Rekord in der Unternehmensgeschichte eingefahren. Der Nettogewinn von Facebook betrug 10,4 Milliarden Dollar beziehungsweise 3,60 Dollar je Aktie. Damit wurde der Gewinn im Jahresvergleich verdoppelt.

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Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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