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Was ist denn das für ein Schaukelmarkt?

Inhaltsverzeichnis

Falls Ihnen bei den aktuellen Kursen übel wird – kein Wunder. Wir haben hohen Seegang. Gestern 2 Prozent rauf. Heute wieder 3 Prozent runter. Besonders hart hat es heute den Dow Jones Transportation Index erwischt. Über 5 Prozent gaben die Kurse ab. Und den müssen wir uns gleich ganz genau anschauen, denn vielleicht sorgt der hohe Seegang dafür, dass wir auf Grund laufen.

DJTA im Tageschart

Der Dow Jones Transportation Average Index gilt als Frühindikator für die Konjunktur in den USA. Das ist insofern logisch, weil er die Auftragslage der Logistikunternehmen anzeigt. Alles, was mit Transport zu tun hat, kommt in diesen Index. Wer viel zu transportieren hat, bekam viele Aufträge und dessen Geschäft läuft gut. Dann steigt der Index. So sieht es momentan überhaupt nicht aus. Wir sind kurz davor unten durchzufallen.

(Quelle: Tradingview.com)

Wir sind heute an einem extrem wichtigen Tief aufgelaufen. Dieser Bereich hielt bereits als Support im Herbst letzten Jahres. Auch damals gab es eine Art Doppelboden, so wie wir ihn aktuell im Chart sehen. Die EMA 200 haben wir auch bereits unterschritten. Im Herbst diente sie zusätzlich als Stütze.

Hält die Unterstützung?

Wenn ich mir das Momentum anschauen, mit dem die Kurse nach unten geprügelt werden, würde es mich ehrlich gesagt wundern, wenn es nicht noch weiter nach unten ginge. Die 14.000er Marke hat mehrmals gehalten. Das muss sie nicht ewig tun.

Vor Corona stagnierten die Kurse übrigens etwa bei 11.000 Punkten. Wir stehen immer noch 3.000 Punkte höher. Viele Tech-Aktien bzw. Wachstumsaktien sind bereits wieder auf dem Stand vor Corona. Das könnte dem DJTA auch drohen.

Sinken die Umsätze weiter und wird auch die Nachfrage reduziert, ist es eine ganz logische Konsequenz, dass weniger Güter transportiert werden müssen. Was positiv für die aktuelle Lage spricht: Wir haben noch keine neuen Tiefs gemacht in diesem Index. Das ist durchaus beeindruckend und erschreckend zugleich. Stabilisierend kann es jetzt wirken, wenn der Support im Chart hält. Doch was, wenn nicht?

Genau das ist das Schreckensszenario!

Wir sind bereits schon deutlich gefallen. Um die 20 Prozent in den meisten Indizes. Wenn jetzt noch der Transportation Index einbricht und längerfristige Unterstützungen aufgeben, kann das eine neue Welle von Abverkäufen auslösen.

Das ist wirklich gerade ein Drahtseilakt! Und unter uns ist kein Netz gespannt! Ich habe gerade einmal geschaut: 10 der schlechtesten 20 Tage in der Geschichte des DJTA zeigen einen Verlust von 8 Prozent. Aktuell stehen wir heute bei minus 5,7 Prozent. Das ist gar nicht so weit davon entfernt.

Ich schlechten Wochen verliert der Index so viel. Das haben wir heute an einem Tag geschafft. Die Warnleuchten gehen auf jeden Fall schon an. Solange der Support hält, ist alles in Butter. Doch sollte hier der Damm brechen, bekommen wir vermutlich noch mehr Seegang, als wir sowieso schon haben.

Schnallen Sie sich und Ihr Depot in diesen wackeligen Zeiten fest an. Das Gute ist ja auch: Wir haben wohl bald wieder richtig schöne Kaufkurse, denn unendlich kann es nicht nach unten gehen.