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Aktienanlage: Welche Chancen bietet die Energiewende?

Die Energiewende in Deutschland steht auf der Kippe. Nach Informationen des Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) wurden bis Ende Mai 2014 Solarstromanlagen mit einer Leistung von gerade einmal 818 Megawatt Leistung installiert. Das Jahresziel der Bundesregierung im Bezug auf den Zubau von Photovoltaik-Anlagen von bis zu 3,5 Gigawatt scheint damit kaum mehr erreichbar.

Der Grund für die Misere: Die Regierung plant eine „Sonnensteuer“ auf den Eigenstromverbrauch. Solaranlagenbesitzer sollen 40% der EEG-Umlage auf selbstverbrauchten Solarstrom zahlen, was etwa 2,5 Cent je Kilowattstunde entsprechen würde – dadurch würde eine Investition in Photovoltaik-Anlagen unattraktiv.

Energiewende in Deutschland – Solarfirmen vor dem Aus?

Der geplante Gesetzentwurf betrifft auch Anleger, die bislang auf die Energiewende in Deutschland und auf Solarwerte wie etwa Solarworld oder SMA Solar gesetzt haben.

Vor allem Deutschlands größter Solarmodul-Hersteller Solarworld geriet in diesem Jahr kräftig unter die Räder und eine Erholung scheint trotz Strafzölle auf chinesische Solarprodukte in Europa und den USA nicht in Sicht. Denn während die Nachfrage in Deutschland wegbricht, sieht sich Solarworld in wachstumsstarken Solarmärkten wie in Japan und China nach wie vor der Billig-Konkurrenz aus China gegenüber.


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Gleiches gilt für den Wechselrichter-Hersteller SMA Solar, der in den vergangenen Jahren signifikant Marktanteile an die Konkurrenz aus Asien verloren hat. Eigentlich hatten Branchenexperten einen neuen Solarboom erwartet, doch nunmehr könnten weitere Solarfirmen vor dem Aus stehen, nachdem die Bundesregierung bei der Energiewende in Deutschland kräftig auf die Bremse tritt.

Mit der Sunways AG musste zum Leidwesen der Anleger bereits ein weiterer deutscher Solar-Hersteller den Gang zum Insolvenzrichter antreten – weitere Unternehmen könnten folgen.

Windkraftanlagen-Hersteller freuen sich über hohe Nachfrage

Während die Solarindustrie unter der sinkenden Nachfrage leidet, freuen sich Windkraftanlagen-Hersteller wie die deutsche Nordex und die dänische Vestas Wind Systems über steigende Aufträge aus dem In- und Ausland. Entsprechend deutlich ging es für die Aktienkurse der beiden Unternehmen seit Jahresbeginn nach oben.

In 2013 wurden nach Angaben des Bundesverbands WindEnergie (BWE) rund 3.000 Megawatt Windleistung in Deutschland zugebaut – soviel wie seit 10 Jahren nicht mehr. Dieser Trend könnte sich auch in 2014 und 2015 fortsetzen. Anleger, die frühzeitig auf Windkraftanlagen-Hersteller setzen, könnten damit die großen Gewinner der schwierigen Energiewende in Deutschland sein.

RWE und E.on machen Stimmung gegen Energiewende

Kritiker werfen der Bundesregierung vor, mit den neuen Plänen vor allem die Marktanteile der Energieversorger wie RWE und E.on schützen zu wollen. Während E.on in 2013 einen kräftigen Gewinneinbruch verzeichnete, musste RWE in 2013 sogar einen Milliardenverlust ausweisen – auch wegen der Energiewende. Würden viele Privathaushalte und Unternehmen ihren eigenen Strom produzieren, würden Kernkraftwerksbetreiber wie RWE und E.on wohl am meisten leiden.

Energiewende bietet dennoch Chancen für Anleger

Anlegern bereitet die Energiewende in Deutschland Kopfzerbrechen. Der Grund ist vor allem die fehlende Kontinuität in der Politik. Wurde die Solarenergie in frühen Jahren oft zu stark gefördert, bremst man die Sonnenenergie in Deutschland nunmehr aus. Die Folge: Deutschland gerät im internationalen Wettbewerb mit den USA, China und Japan in Rückstand. Hohe Energiekosten gefährden zudem den Wirtschaftsstandort Deutschland.

Anleger sollten daher ihren Blick verstärkt auf die Windkraft richten und auch nach Übersee schwenken lassen. Sowohl in den USA, als auch in China bieten sich für Solarfirmen und Anleger bessere Chancen. Chinas hochprofitable Solarkonzerne wie Trina Solar und JinkoSolar sind eine nähere Betrachtung wert, gleiches gilt für die führenden US-Solarfirmen SunPower und SolarCity.

1. Juli 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands