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Ölpreisentwicklung: Die Macht des Schwarzen Goldes

Kaum ein Thema wird in Deutschland so oft diskutiert wie die aktuelle Ölpreisentwicklung. Kein Wunder – das Schwarze Gold dient schon seit Jahrzehnten als Treibstoff der weltweiten Entwicklung.

Denn Erdöl steckt nicht nur hinter einem Großteil der weltweiten Verkehrs- und Transportmittel, sondern ist auch ein wesentlicher Bestandteil von Kunststoff und anderen chemischen Produkten.

Die Geschichte des Schwarzen Goldes

Die Geschichte des Erdöls beginnt jedoch nicht erst in der Neuzeit.

Bereits vor 12.000 Jahren nutzten die Ureinwohner von Mesopotamien den schwarzen Rohstoff zur Abdichtung von Schiffsplanken. Im römischen Imperium diente Erdöl hingegen hauptsächlich als Schmiermittel für die Achsen von Karren und Streitwagen.

Die wahre Bedeutung des Erdöls wurde hingegen erst mehrere Jahrhunderte später entdeckt. Im Jahre 1855 erteilte die US-Patentbehörde dem kanadischen Arzt Abraham P. Gesner ein Patent auf die Herstellung von Kerosin.

Diese mit Erdöl und Kohle hergestellte Flüssigkeit galt als Lampenöl als Haupteinsatzfeld von Erdöl – bis der Boom der Automobilindustrie ein neues lukratives Einsatzfeld öffnete.

Mehr zum Thema: Die Verwendungsmöglichkeiten des Erdöls


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Ölpreisentwicklung durch Angebot und Nachfrage bestimmt

Heutzutage wird die Ölpreisentwicklung durch mehrere Faktoren beeinflusst.

Wie bei jedem anderen Handelsposten dreht sich auch beim schwarzen Gold vieles um das Verhältnis von Angebot und Nachfrage. Neben der täglichen Fördermenge spielen dabei auch sämtliche noch unerschlossenen Ölreserven eine große Rolle.

Reine Spekulationen, dass das weltweite Ölvorkommen bereits in wenigen Jahrzehnten erschöpft sein könnte, führen dabei zu wahren Achterbahnfahrten an den Börsen.

Die OPEC als wichtigste Preistreiber

Treibende Kraft hinter der Ölproduktion und damit auch hinter dem Ölpreis ist der Zusammenschluss der ölproduzierenden Länder, die OPEC. Die 12 OPEC-Staaten fördern gemeinsam rund 40% der weltweiten Produktion – bei rund drei Viertel der weltweiten Reserven.

Größter Ölverbraucher ist die USA, dicht gefolgt von China. Alleine die USA verbrauchen jährlich rund ein Viertel der weltweiten Fördermenge. Weltweit werden täglich weit mehr als 14 Mrd. Liter des kostbaren Rohstoffs verbraucht.

Der Erdölpreis wird meist in Barrel gemessen. Ein Barrel steht hierbei für eine Menge von knapp 158 Litern Öl. Die weltweiten Rohstoffmärkte greifen bei der Berechnung des Ölpreises auf diese Einheit zurück.

Ölpreisentwicklung als Zeichen für Wirtschaftssituation

Die Ölpreisentwicklung gilt seit dem vergangenen Jahrhundert als wichtiges Anzeichen für die Gesundheit der Weltwirtschaft, so auch bei der globalen Finanzkrise im Jahre 2008. Wurde Brent, die Referenzölsorte für Europa, am 11. Juli 2008 noch zu einem Rekordwert von 147,40 $ pro Barrel gehandelt, sank der Preis bis Dezember auf nur noch 37,45 $.

Mehr zum Thema: Die einzelnen Rohölsorten im Überblick

Dabei ist die Entwicklung des Ölpreises jedoch nicht immer nur als Reaktion auf Finanzkrisen zu sehen. Vielmehr kann ein massiver Preissturz selbst als treibende Kraft einer Wirtschaftskrise auftreten.

Bekannteste Beispiele hierfür sind die Ölkrisen der 1970er und 1980er Jahre. So beschloss die Organisation der erdölexportierenden Länder OPEC nur kurz nach dem arabisch-israelitischen Jom-Kippur-Krieg eine weitreichende Drosselung der Fördermengen als politisches Druckmittel.

In der Folge stieg der Ölpreis innerhalb weniger Stunden um 70%, von vormals 3 $ auf mehr als 5 $ pro Barrel. Ein Jahr später erreicht die Ölpreisentwicklung einen neuen Rekordstand von 11,16 $ pro Barrel.

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Die Folgen der Ölkrise

Alleine in Deutschland führte diese Preissteigerung zu jährlichen Mehrausgaben von 17 Mrd. D-Mark, was zu einer drastisch steigenden Arbeitslosigkeit und Unternehmenspleiten führte.

Da sich hier zum ersten Mal die Abhängigkeit der großen Wirtschaftsnationen vom Erdöl abzeichnete, führte die erste Ölkrise auch zu einem Wandel der Gesellschaft. Die Suche nach alternativen Energieformen und sogar die Einführung der Sommerzeit werden heute als Folgen der Krise gewertet.

Und an diesen massiven Auswirkungen hat sich bis heute nichts geändert. Unter steigenden Ölpreisen leidet nicht nur die Industrie, sondern vor allem die normalen Bürger – und ein Ende der Abhängigkeit ist noch lange nicht in Sicht.

29. Juli 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.