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Sachwerte: Darum ergeben sie langfristig Sinn

In meinem Artikel „So wollen die Staaten das Schuldenproblem lösen“ habe ich erläutert, warum für die Staaten Inflationierung durch die Notenbanken langfristig der wahrscheinlichste Weg ist, um sich des Schuldenproblems zu entledigen.

Das schließt zwar einen Staatsbankrott aus, stellt Sie als Anleger jedoch vor die Herausforderung, sich bei Ihrer Vermögensallokation richtig aufzustellen, um nicht Leidtragender der Schuldenlösung zu sein.

Denken Sie in realen Größen

Vor einigen Jahren habe ich von Anlegern immer wieder die Aussage gehört, sie seien mit ihren Geldanlagen in Bundeswertpapieren und dem Sparbuch immer gut gefahren.

Das Auf und Ab an den Börsen seit dem Jahr 2000 hatihnen Recht gegeben. Das Problem ist nur: Dieser „Anlageerfolg“ fand in einer Zeit niedriger Inflationsraten statt.

Menschen denken bei der Geldanlage leider zu oft in nominalen Größen.

Vielleicht ändert sich diese Wahrnehmung, wenn einem jährlichen (nominalen) Wertzuwachs von 1% ein Kaufkraftverlust von 5 bis 8% gegenübersteht.

Vermutlich werden dann immer mehr Investoren nach und nach ihr Anlageverhalten ändern und die einstmals geliebten Bundeswertpapiere in Sachwerte umschichten, von denen man sich den Schutz vor der Inflation erhofft.

Doch der Staat wird Maßnahmen ergreifen, um die Kapitalflucht aus den Anleihen zu verhindern.


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Institutionelle Investoren unterliegen bereits dem staatlichen Zwang

Viele institutionelle Anleger, wie Versicherungen und Pensionskassen, werden bereits dazu gezwungen, weiterhin den Großteil ihrer Gelder in „sichere“ Staatsanleihen anzulegen.

Die verschärften Eigenkapital-Vorschriften tragen ihren Teil dazu bei.

Interessanterweise gelten hier übrigens Aktien als extrem riskant, während Anleihen von südeuropäischen Krisenstaaten hier von der Regulierung ausgenommen sind.

Aktien – letztlich Beteiligungen an oft grundsoliden Unternehmen – werden also bestraft, während die Schuldpapiere von Staaten, die am Tropf der EU und EZB hängen, also als sicher eingestuft werden.

Institutionelle Investoren werden also zum Kauf von Staatsanleihen gezwungen. Doch die Vergangenheit zeigt, dass der Staat hier auch vor dem Privatanleger nicht Halt macht.

Verbote, Steuern und Reglementierungen

Aktien, Edelmetalle und Immobilien sind auch für den Privatanleger die logische Konsequenz, wenn der Staat versucht, sich durch Gelddrucken seiner Schulden zu entledigen.

Doch die Flucht in Sachwerte könnte auf lange Sicht erschwert werden. Der Besitz von Gold wurde in der Historie schon mehrfach verboten.

Kursgewinne auf Aktien und Dividenden-Zahlungen könnten wesentlich höher besteuert werden als Kapitalerträge aus Anleihen.

Und die Grundsteuern auf Immobilien sind für den Staat per Gesetz genauso leicht zu erhöhen, wie Mieterhöhungen gesetzlich gedeckelt werden können.

Trotz möglicher Sanktionen in der Zukunft: Legen Sie ökonomisch sinnvoll an

Sollten Sie also dann doch lieber Abstand von Sachwerten nehmen? Ein klares Nein.

Sie sollten im Fall anziehender Inflationsraten sicher nicht sehenden Auges den massiven Kaufkraftverlust von Geld in Anleihen in Kauf nehmen, um z.B. Steuern sparen zu wollen.

(Auch wenn gerade wir Deutschen leider gerne zu diesem Verhalten beim Anlegen neigen.)

Es ist auch bei Sachwerten wichtig, gut diversifiziert und flexibel zu sein. Z.B. sind 100% des Vermögens in Gold angelegt eine hochriskante Anlage, wenn man die möglichen rechtlichen Risiken durch den Staat mit einbezieht.

Auch wenn der Staat Sachwerte aus Eigeninteresse „bestrafen“ wird, sollte der Großteil des Vermögens so angelegt sein, wie es den ökonomischen Realitäten entspricht.

Und das bedeutet langfristig eben ein ausgewogenes Portfolio aus verschiedenen Sachwerten wie Aktien, Edelmetalle und Immobilien.

Bedenken Sie: Sachwerte wurden in der Geschichte immer erst dann durch höhere Steuern etc. sanktioniert, wenn zuvor starke Kursanstiege diesen Geldanlagen überhaupt erst zu einer erhöhten Aufmerksamkeit in der öffentlichen Wahrnehmung verholfen hatten.

Mit anderen Worten: Sie als weitsichtiger Anleger haben noch Jahre Zeit, um von einer Flucht in Sachwerte zu profitieren – sofern Sie frühzeitig investiert sind und die nötige Geduld mitbringen.

8. Juli 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.