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Ambarella-Aktie springt nach Geschäftszahlen um 30% in die Höhe: Chip-Spezialist erfährt kräftigen Nachfrageschub

Inhaltsverzeichnis

Mit einem deutlichen Kursplus von beinahe 30% hat die Aktie des US-Halbleiterspezialisten auf die aktuellen Quartalsergebnisse reagiert. Die Wachstumsdynamik des Entwicklers von Hochleistungschips konnte im Vergleich zum Vorquartal nochmals gesteigert werden. Das freut die Aktionäre. Nach dem jüngsten Kurssprung liegt die Aktie seit dem Jahreswechsel 43% im Plus und hat gerade ein neues Rekordhoch erreicht.

Ambarella: Chip-Konzern mit breiter Kundenbasis

Trotz der rasanten Kursrally liegt der Börsenwert von Ambarella noch bei unter 4 Milliarden Dollar. Daher dürfte die Firma hierzulande nicht jedermann bekannt sein: Ambarella wurde im Jahr 2004 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Santa Clara, Kalifornien. Das Unternehmen entwickelt Hochleistungschips, die in einer Vielzahl von Anwendungen zum Einsatz kommen.

Die Lösungen des Unternehmens ermöglichen beispielsweise die Erstellung von Videoinhalten für tragbare Kameras, Fahrzeugkameras, Drohnen, Virtual-Reality-Kameras und Internetprotokoll-Sicherheitskameras für den professionellen Einsatz, die Heimsicherheit und -überwachung sowie für die Robotik und industrielle Anwendungen, einschließlich Identifikations-/Authentifizierungskameras, Roboterprodukte und Sensorkameras.

Das Unternehmen vertreibt seine Lösungen an Originalhersteller und Erstausrüster über seinen Direktvertrieb und Distributoren.

Ambarella mit kräftigem Rückenwind im zweiten Quartal

Im abgelaufenen Quartal erreichte der Chip-Spezialist enorme Wachstumsraten: Der Umsatz kletterte um 58% auf 79,33 Millionen Dollar. Damit wurde die Wachstumsdynamik des Vorquartal, als ein Umsatzplus von 28% erzielt wurde, deutlich übertroffen. Auch im Vergleich zu den Analystenerwartungen (75,91 Millionen Dollar) schnitt der US-Konzern besser ab.

Besonders stark lief es im Bereich mit IoT-Kameras: Die Bereiche Sicherheit und Automotive waren für rund 90% der gesamten Konzernumsätze verantwortlich. Auffallend hoch sind übrigens die Forschungs- und Entwicklungskosten bei Ambarella. Im zweiten Quartal flossen 39,55 Millionen Dollar in die hauseigene Entwicklungsabteilung. Das entspricht beinahe 50% der Gesamtumsätze.

Verluste weiter verringert

Auch bei der Profitabilität machte der Konzern weitere Fortschritte. Nach einem Nettoverlust von 14,76 Millionen Dollar stand nun ein Quartalsverlust von 5,96 Millionen Dollar in den Büchern. Je Aktie entspricht dies einem Verlust von 20 Cent. Das waren 6 Cent besser als von den Analysten im Vorfeld erwartet wurde. Die Bilanz zeigt sich ebenfalls mit einem Cash-Bestand von 449,2 Millionen Dollar und Verbindlichkeiten von nur rund 12 Millionen Dollar ausgesprochen robust.

Management strotzt vor Zuversicht

Neben den starken Zahlen freuten sich die Anleger aber vor allem über die optimistische Prognose der Konzernführung: Der Konzern stellt für das laufende Quartal einen Umsatz von 88 bis 92 Millionen Dollar in Aussicht. Der Mittelwert dieser Prognose (90 Millionen Dollar) entspricht einem Quartalsumsatz, den Ambarella seit genau fünf Jahren nicht mehr erreicht hat. In jenem Quartal erzielte Ambarella einen Umsatz von 100,5 Millionen Dollar, was eines von nur zwei Malen in der Geschichte des Unternehmens war, dass der Umsatz in einem Quartal 90 Millionen Dollar überstieg. Im Vergleich zum Vorquartal würde Ambarella damit beim Umsatz um 60% zulegen.

Trotz der erheblichen Herausforderungen in den Lieferketten sieht Firmenboss Fermi Wang einen wichtigen Wendepunkt im Geschäft und sieht den Konzern gut für die Zukunft positioniert, um von dem hohen strukturellen Wachstum zu profitieren. Die Zuversicht macht sich auch im Aktienkurs bemerkbar. Nach der jüngsten Kursrally handelt die Aktie mit dem 90-Fachen der erwarteten Jahresgewinne.