Lieferkettenchef legt bei Keurig Dr. Pepper-Aktie nach

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Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte ­hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Medspace Holdings

Bei Medspace Holdings gab es zuletzt auffällige Aktienkäufe durch Firmeninsider. Der Vorstand August Troendl und der Großaktionär Medspace Investors erwarben beim Kurs zwischen 144,59 und 145 Dollar insgesamt 30.620 Aktien. Der Gegenwert der Zukäufe lag bei über 4,4 Millionen Dollar. Interessant: Beide Käufer waren Ende vergangenen Jahres bei deutlich höheren Kursen noch auf der Verkäuferseite zu finden.

Medpace Holdings ist ein globaler Anbieter von Dienstleistungen im Bereich der klinischen Forschung für die Entwicklung von Medikamenten. Kunden sind Pharma-, Biotechnologie- und Medizintechnikunternehmen. Die Dienstleistungen umfassen beispielsweise die Erstellung von Entwicklungsplänen, die Koordination des Zentrallabors, regulatorische Angelegenheiten, die klinische Überwachung, die Datenverwaltung und -analyse, die Einreichung von Anträgen für neue Arzneimittel im Bereich der Pharmakovigilanz sowie die klinische Unterstützung nach der Markteinführung.

Im abgelaufenen Quartal konnte Medspace die Erwartungen übertreffen: Der Umsatz kletterte im Jahresvergleich von 278,29 auf 351,21 Millionen Dollar. Je Aktie blieb ein Gewinn von 1,46 Dollar hängen. Das lag deutlich über den Erwartungen von 1,34 Dollar je Aktie.

Keurig Dr. Pepper

Beim Getränkekonzern Keurig Dr. Pepper gab es ebenfalls größere Aktienkäufe zu beobachten. Seit Anfang Juli erwarb der Lieferketten-Chef Anthony Milikin 38.937 Aktien. Bei Kaufkursen zwischen 35,96 und 36,36 Dollar betrug das gesamte Kaufvolumen 1,408 Millionen Dollar.

Keurig Dr Pepper ist ein führender Hersteller von nicht-alkoholischen Getränken in Nordamerika. Die Gruppe vertreibt Heißgetränke, Softdrinks, aromatisiertes Wasser, Fruchtsäfte, Konzentrate und Sirupe. Der Großteil der Umsätze stammt aus dem Bereich verpackte Getränke (beispielsweise Dr Pepper, 7UP, Sunkist), aus dem Verkauf von Kaffee und dem Absatz von Getränkekonzentraten.

Ende 2021 verfügte die Gruppe über 30 Produktionsstandorte, insbesondere in den Vereinigten Staaten. Auf die Vereinigten Staaten entfallen 88,8% des Nettoumsatzes. Im ersten Quartal erzielte der Konzern bei einem Umsatz von 3,07 Milliarden Dollar einen Nettogewinn in Höhe von 585 Millioinen Dollar.

Revolution Medicines

Bei dem Biotech-Unternehmen Revolution Medicines hat ein Director im Rahmen einer Kapitalerhöhung zugegriffen und seinen Aktienbestand signifikant ausgebaut. Der Director Kim Lorence erwarb 50.000 Aktien zum Kurs von 20 Dollar. Entsprechend lag der Gegenwert der Transaktionen bei 1 Millionen Dollar. Durch die Käufe hat Lorence seinen Bestand deutlich auf 60.500 Aktien ausgebaut.

Revolution Medicines ist ein Unternehmen für Präzisions-Onkologie im klinischen Stadium, das sich auf die Entwicklung neuartiger zielgerichteter Therapien zur Behandlung einer Vielzahl von Krebsarten konzentriert. Das Unternehmen hat eine Entwicklungspartnerschaft mit Sanofi. Die Umsätze sind aber noch extrem überschaubar. Im ersten Quartal erzielte Revolution Medicines einen Umsatz von 7,58 Millionen Dollar. Unter dem Strich fiel ein Verlust von 57,65 Millionen Dollar an. Dass die Anleger dem Unternehmen aber eine rosige Zukunft bescheinigen, zeigt der Börsenwert, der nach dem jüngsten Kursanstieg bei über 2 Milliarden Dollar liegt.