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The Trade Desk-Aktie setzt Talfahrt trotz weiterem Wachstum ungebremst fort

Inhaltsverzeichnis

Die Talfahrt der The Trade Desk-Aktie konnte auch durch die gerade vorgelegten Geschäftszahlen nicht gestoppt werden. Dabei ist der Online-Werbespezialist weiter auf dem Wachstumspfad. Mit seinem Fokus auf den digitalen Werbemarkt konnte der US-Konzern im zurückliegenden Quartal stark zulegen. Den Anlegern scheint das aber nicht zu genügen. Nach dem Kursminus der letzten Tage haben die Papiere auf Zwölfmonatssicht mehr als die Hälfte ihres Wertes eingebüßt.

The Trade Desk: Der Spezialist für digitale Werbung

Digitale Werbung ist auf Jahre hinaus ein boomender Markt mit zweistelligen Wachstumsraten. Der Konzern The Trade Desk bietet automatisierte Tools, mit denen Firmenkunden digitale Werbeanzeigen kaufen und so ihre Rendite optimieren können. Die Anwendungen von Trade Desk arbeiten mit Künstlicher Intelligenz (KI) und identifizieren die besten Websites, auf denen es sich lohnt Anzeigen zu kaufen und zu schalten.

Dabei geht es wohlgemerkt nicht nur um Anzeigen im Web (Display), sondern auch um Ads in Smartphone-Apps (Mobile), Werbung bei Video-Streaming-Anbietern im Web, via Internet-Radio beziehungsweise Podcasts (Audio) oder auch im Internet-TV (Connected TV). Via Programmatic Advertising kann der Werbetreibende mit der Software von The Trade Desk eine sehr spezifische Zielgruppe auswählen und über all diese Online-Kanäle hinweg effizient bewerben.

Plattform sorgt für kräftige Wachstumsraten

Mit seiner intelligenten Plattform erzielte das Unternehmen in den vergangenen Jahren kräftige Wachstumsraten. Von 2014 bis 2021 kletterten die Umsätze von 44 auf 1,19 Milliarden Dollar in die Höhe. Im Gegensatz zu vielen anderen Start Ups ist The Trade Desk bereits seit Jahren profitabel. Im vergangenen Geschäftsjahr stand ein Gewinn von 455,6 Millionen Dollar in den Büchern, was einer Nettomarge (Gewinn in Relation zum Umsatz) von 38% entspricht.

Erstes Quartal schlägt Erwartungen

Im ersten Quartal hielt die hohe Wachstumsdynamik unverändert an: In Summe gingen Umsätze von 315,3 Millionen Dollar durch die Bücher (+43,5% zum Vorjahresquartal). Das lag um 11,04 Millionen Dollar über den Erwartungen (Daten Seeking Alpha).

Unterdessen blieb der Technologiekonzern auch im Schlussquartal profitabel. Unter dem Strich stand ein bereinigter Nettogewinn von 105 Millionen Dollar beziehungsweise 21 Cent je Aktie in den Büchern. Das wiederum lag 7 Cent über den Analystenprognosen.

Damit hat das Unternehmen einige Bedenken der Anleger zerstreuen können. Anfang letzten Jahres führte Apple neue Datenschutzfunktionen ein, die es einigen Werbetechnologieunternehmen erschwerten, digitale Werbekampagnen zu messen. The Trade Desk scheint mit seiner Technologie hiervon allerdings nicht betroffen und eher eine Alternative zu Cookies von Drittanbietern darzustellen.

Prognose haut Anleger nicht vom Hocker

Auch wenn die abgelieferten Zahlen durchaus passabel waren, mit der Prognose für das laufende zweite Quartal konnte der US-Technologiekonzern bei den Anlegern nicht punkten: Firmenboss Jeff Green einen Umsatz von 364 Millionen Dollar und ein Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) von 121 Millionen Dollar in Aussicht.

Das entspräche zwar einem Umsatzplus von 30%, aber nur einem EBITDA-Anstieg um 2,6%. Druck auf die Gewinnmargen kommt bei den Investoren momentan aber gar nicht gut an, wie die Kursreaktion nach Vorlage der Ergebnisse deutlich macht.