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Neuer Monat – neuer Ölpreis!

Inhaltsverzeichnis

Wie sieht es bei Ihrer Tankstelle des Vertrauens aus? Ging der Preis da schon deutlich nach unten im Vergleich zu gestern? Bei mir hat sich ein bisschen getan. Diesel war gestern bei 2,05 Euro und ist heute bei 1,95 Euro.

Immerhin haben wohl die meisten Tankstellen die Preise unter die psychologisch wichtige Marke von 2 Euro gesenkt. Das ist ja auch schon fast ein Schnäppchen, wenn wir die Literkosten mit den vergangenen Wochen vergleichen.

Aber fühlt sich das jetzt für Sie schon wieder richtig günstig an? Wir zahlen immer noch teilweise 30 Cent mehr als Anfang des Jahres. Wer Super tankt, hat jetzt natürlich ein wenig mehr gespart. Doch auch hier sehe ich immer noch einen Aufschlag von etwa 20 Cent bei mir im Ort. Und auch das hängt noch von der Tankstelle ab.

Die eine Tankstelle verkauft Super E 5 aktuell für 1,86 Euro – die andere ist 3km weiter weg und von derselben Kette – hier kostet Super E 5 1,98 Euro pro Liter. Wenn ich mir auf einer Vergleichsseite die Charts anschaue, sehe ich etwas Interessantes: Vor Tageswechsel wurden die Preise noch einmal kurz angehoben, um dann die neuen Rabatte der Regierung einzupreisen. Egal welche Tankstelle ich angeschaut habe, überall war es dasselbe Muster. Hier ein Beispiel von einer ESSO in München.

(Quelle: tankstellenpreise.de)

Kurz vor Mitternacht gingen sowohl Super als auch Diesel kurz um knapp 10 Cent nach oben. Dann kam der neue Monat mit der günstigeren Steuer auf Kraftstoffe und schon sinkt der Preis rapide. So kann man natürlich gut Rabatt geben, wenn etwa ein Drittel davon durch den kurzen Anstieg vor 0 Uhr ausgeglichen wird.

Brent im Tageschart

Was sagt eigentlich der Rohöl-Chart? Wir sind aus dem Dreieck nach oben ausgebrochen. Wie angekündigt, war das zuerst ein Fehlausbruch. Das passiert bei Dreiecken recht häufig. Danach ging es noch einmal nach unten. Mit einer Lunte schaute eine rote Kerze noch einmal ins Dreieck. Erst danach stiegen die Kurse wieder an.

(Quelle: Tradingview.com)

Wobei so ein richtiger Anstieg erfolgte eigentlich erst ab Mitte Mai. Davor schoben die Kurse zur Seite. Dass wir jetzt bei ca. 124 US-Dollar eine Art Doppeltop gemacht haben, ist für die Tankstellenpreise auch eher erfreulich.

Vielleicht passiert auch einfach beim Rohöl in nächster Zeit sehr wenig. Die spannenden Themen sind weiterhin auf dem Tisch und eine Lösung ist nicht in greifbarer Nähe. Insofern sehe ich keinen Grund, warum Brent plötzlich unter die 97 US-Dollar fallen sollte. Die dient weiterhin als fester Support.

Nach oben müssen wir die 124 durchbrechen. Das Hoch vom März bei 138 US-Dollar kommt dann erst ins Spiel bzw. ins Ziel. Aber da war auch viel Übertreibung mit dabei. So traurig es ist: Der Krieg in der Ukraine läuft weiter. Wie das oft bei Kriegen in den letzten Dekaden ist. Da gibt es keine schnelle Entscheidung. Und genauso verhält sich auch das Rohöl. Es ist gut möglich, dass wir noch einige Zeit weiterhin zur Seite schieben. Da ist es auch machbar, dass es minimal bergauf geht. So richtig dramatisch ändert sich dann für uns an der Tanksteller erst einmal nichts.