SBO profitiert von steigenden Öl- und Gaspreisen

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Der österreichische Öl- und Gas-Ausrüster SBO profitiert vom Aufschwung in der Energie-Branche. Die SBO-Aktie legte zuletzt im schwachen Marktumfeld zu. (Foto: William Potter / shutterstock.com)

Während sich die meisten Aktien in den vergangenen Wochen schwach entwickelt haben, legten die Preise vieler Rohstoffe teils deutlich zu. So auch der Ölpreis und der Gaspreis. Davon profitiert die Aktie des österreichischen Ölfeld- und Gas-Ausrüsters SBO, die seit Ende August um rund 20% zulegen konnte.

Bevor ich gleich auf die jüngsten Zahlen und die weiteren Perspektiven von SBO eingehe, stelle ich Ihnen das hierzulande relativ unbekannte Unternehmen zunächst kurz vor.

SBO: Der Öl- und Gas-Ausrüster

Die Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG (SBO) ist Weltmarktführer bei Hochpräzisionsteilen für die Oilfield Service-Industrie. Der Fokus des Unternehmens liegt auf der Produktion von sogenannten amagnetischen Bohrstrangkomponenten für die Richtbohrtechnologie (Directional Drilling), die beispielsweise bei Schiefergesteins- oder auch Tiefwasser- und Ultratiefwasser-Bohrungen Einsatz finden.

Ein Kernsegment von SBO bilden sogenannte MWD/LWD-Hochpräzisions-Komponenten. Es handelt sich hierbei um im Bohrstrang befindliche Instrumente, welche die Steuerung des Bohrstranges mit Hilfe von Messungen während des Bohrvorganges unterstützen.

Weiter umfasst das Kerngeschäft von SBO die Produktion und den Vertrieb von Bohrmotoren und Bohrwerkzeugen sowie Spezialtools für die Untertage-Zirkulations-Technologie (Downhole Circulation Technology) für Öl- und Gasbohrungen. Dazu kommen Angebote in den Bereichen Reparatur und Wartung.

Aktuelle Zahlen und wie es weitergeht

Schauen wir nun auf die jüngsten Zahlen und die weiteren Perspektiven: Der Umsatz lag im ersten Halbjahr mit 129,5 Mio. Euro zwar noch klar unter dem Vorjahreswert. Unter dem Strich kehrte SBO jedoch wieder in die Gewinnzone zurück.

Der Nettogewinn erreichte in den ersten 6 Monaten dieses Jahres einen Wert von 4,2 Mio. Euro (verglichen mit einem Verlust von 12,0 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum). Auch der Auftragseingang von 137,2 Mio. Euro kann sich sehen lassen.

Viel wichtiger als die jüngsten Zahlen sind aber die weiteren Perspektiven. Nach dem Corona-bedingt schwachen Jahr 2020 folgt(e) 2021 ein Übergangsjahr. SBO-Chef Gerald Grohmann betonte jüngst aber, dass die Nachfrage im kommenden Jahr kräftig anziehen wird und dadurch auch die Erlöse und der Gewinn steigen werden.

Auf Kundenseite spüre SBO einen starken Nachholbedarf, wobei sich die Dynamik im nächsten Jahr beschleunigen sollte, so Grohmann. Die Ölnachfrage steigt stetig weiter an, was u.a. auf die zunehmende Reisetätigkeit und auf die gestiegene und weiter steigende Industrieproduktion zurückzuführen ist.

Aus meiner Sicht werden Öl und Gas noch viele Jahre benötigt werden, was dazu führt, dass auch noch über Jahre Investitionen in diesem Bereich notwendig sein werden. Das wiederum führt zu steigenden Umsätzen und Gewinnen bei SBO, was aus meiner Sicht den Aktienkurs stützen wird.

Weitere Informationen zur SBO-Aktie finden Sie in meinem Börsendienst „Der Depot-Optimierer“.

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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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