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Die Nachteile der Indexfonds (ETFs)

Notiert der DAX auf Allzeithoch, lässt sich davon mit Indexfonds profitieren. Und auch wenn davon ausgegangen wird, dass der DAX weiter ansteigt, wird zu dieser Fondsart geraten. Denn ein börslich gehandelter Indexfonds bildet einen Index nach, wie z.B. den DAX. Dafür kaufen die Fonds die Aktien, die im DAX gelistet sind, entsprechend ihrer Gewichtung.

Das ist zumindest die gängige Meinung beziehungsweise vorherrschendes (Schein-) Wissen. Da diese ETFs so einfach zu verstehen sind, sind sie beliebt. Hinzu kommt, dass gemanagte Fonds oft nichtmals die Performance von ETFs erreichen.

Folglich überlegt sich mancher Anleger: Die Gebühren gemanagter Fonds spare ich mir. Die oft nicht überzeugende Rendite macht mir das leicht. Er kauft die beliebten Indexfonds (ETFs). Da diese auch in den Medien gut wegkommen, wiegt er sich in Sicherheit. Doch diese Annahme kann fatal sein.

Indexfonds (ETFs) – mit versteckten Risiken behaftet

Je nach Produktbeschreibung dürfen die Fonds auch Indizes nachbilden. Das bedeutet: Sie nehmen Zertifikate oder ähnliche Papiere ins Depot. In dem Moment haben diese Indexfonds – und damit die Käufer dieser Indexfonds – das Totalausfallrisiko durch Insolvenz des Emittenten für den Teil der in Zertifikate investierten Gelder.


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Aber selbst dann, wenn Sie die Verkaufsprospekte dieser Indexfonds gründlich studieren und diese ETFs nur kaufen, wenn sie die Aktien wirklich ins Fonds-Depot aufnehmen, sind Sie nicht auf der sicheren Seite. Denn Sie verleihen eventuell Aktien.

So wollen Indexfonds oft eine Zusatzrendite. Deshalb verleihen einige ETFs die im Fonds befindlichen Aktien. Hedgefonds oder Investmentbanken leihen sich diese vom ETF und verkaufen sie leer. Der Vorteil der Indexfonds: Sie erhalten dafür eine Leihgebühr und haben damit eine zusätzliche Rendite.

Totalverlust bei Indexfonds nicht ausgeschlossen

Sollte es zu einem Crash kommen, wird der Indexfonds seine verliehenen Aktien zurück fordern, um diese zu verkaufen. Dann ist es möglich, dass der Hedgefonds oder die Investmentbank nicht liefern kann, denn die Aktien sind ja leerverkauft.

Fehlt dem Hedgefonds dann die Liquidität, kann er die Rückforderung des ETF nicht erfüllen. Und damit hat der ETF zwar Rechtsansprüche, aber wo nichts zu holen ist, ist nichts zu holen. Das kann zu einer fatalen Kettenreaktion führen, an dessen Ende Indexfonds (ETF) selbst insolvent ist. Das fatale Ergebnis für den Anleger: Sein Geld ist weg.

Fazit: Entscheidend sind Zweck und Summe

Beachten Sie: Für einen schnellen Trade mit „Spielgeld“ sind Indexfonds sicher geeignet, doch eher nicht für nennenswerte Summen beziehungsweise gar eine Altersvorsorge. Als Alternative zu ETFs bieten sich dagegen zum Beispiel Optionen an.

18. September 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rainer Heißmann. Über den Autor

Rainer Heißmann ist Autor für Wirtschafts- und Börsenfachpublikationen und Chefredakteur vom "Optionen-Profi" und "Heißmanns Königsklasse". Außerdem ist er Autor des Buchs "Reich mit Optionen". Seine größte Stärke: Komplexe Sachverhalte so zu erklären, dass sie auch dem Nicht-Fachmann verständlich und nachvollziehbar werden.