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Worauf Sie beim Depotaufbau achten sollten

Worauf Sie beim Depotaufbau achten sollten
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Inhaltsverzeichnis

Eine vernünftige Risikostreuung ist ein wichtiger Erfolgsfaktor, wenn Sie als Anleger Ihr Vermögen gut investieren und langfristig vermehren möchten. Diesem Thema möchte ich mich heute widmen und Ihnen einige Tipps geben, worauf Sie beim Depotaufbau achten sollten.

Legen Sie nicht „alle Eier in einen Korb“

An sich sagt einem schon der gesunde Menschenverstand, dass man als Anleger bei seinen Börsen-Investments nicht „alle Eier in einen Korb“ legen sollte. Dennoch wird dies nicht immer beherzigt. Beim Blick in die Aktien-Depots von Lesern und Anlegern habe ich schon öfter skurrile Zusammensetzungen gesehen.

So kann es bei manchen Anlegern schon mal vorkommen, dass die Hälfte des gesamten Depots – manchmal sogar noch mehr – in einer einzigen Aktie investiert ist. Das andere Extrem: In manchen Portfolios tummeln sich 60 oder 70, teilweise auch schon mal mehr als 100 verschiedene Werte.

Wenn Sie so ein Sammelsurium an Wertpapieren in Ihrem Privat-Depot haben, betreiben Sie quasi Ihren eigenen Investmentfonds. Wer so ein Portfolio vernünftig managen möchte, sollte besser seinen Job kündigen …

Durch eine vernünftige Streuung senken Sie das Risiko in Ihrem Depot

So ein Vorgehen ist selbstverständlich nicht sinnvoll. Ebenso wenig sollten Sie Ihr gesamtes Kapital in einen einzigen Aktientitel stecken. Das wäre Harakiri. Wie so oft, liegt die Wahrheit irgendwo in der Mitte. Natürlich ist es wichtig, dass Sie als Anleger Ihr Risiko streuen – diversifizieren. Das heißt, Sie sollten nicht alles auf eine Karte setzen, sondern Ihre Investitionssumme auf mehrere Positionen verteilen.

Einfaches Beispiel: Haben Sie Ihr gesamtes Kapital in einer einzigen Aktie investiert und diese bricht um 30% ein, sinkt auch der Wert Ihres Depots um 30%. Haben Sie die Summe dagegen nur auf fünf verschiedene Papiere verteilt, beträgt der Verlust für Ihr Gesamtdepot im gleichen Fall nur noch 6%. Bei zehn Positionen sind es gerade noch 3%. So ein Rückgang lässt sich verkraften und auch relativ schnell wieder aufholen.

Verfallen Sie nicht dem „Home Bias“

Wenn es darum geht, ein Aktien-Depot vernünftig zu strukturieren, sollten Sie auf eine gute Mischung achten – sowohl nach Branchen als auch nach Regionen. Viele Anleger – übrigens auch Großinvestoren – setzen bei ihren Investitionen zu stark auf einheimische Unternehmen, weil sie meinen, diese besser einschätzen zu können. Durch den sogenannten „Home Bias“ – die (zu) starke Konzentration auf heimische Werte – verschenken viele Anleger Rendite. Eine internationalere Streuung sorgt nicht nur für höhere Renditen, sie reduziert auch die durchschnittlichen Kursschwankungen.