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Direxion iBillionaire Index ETF (IBLN) – investieren wie die Börsengurus

Wenn Sie Ihr Geld wie die erfolgreichsten Investoren der Welt anlegen wollen und somit Warren Buffett und Co. kopieren möchten, gibt es dafür verschiedene Möglichkeiten.

Eine ganz neue Möglichkeit ist ein Indexfonds (ETF), den das US-Medien- und -Nachrichtenunternehmen Bloomberg jetzt vorgestellt hat.

Der ETF trägt den Namen Direxion iBillionaire Index ETF (IBLN). Der neu aufgesetzte Indexfonds verfolgt eine einfache Strategie: Die Investments der erfolgreichsten Investoren wie z.B. Warren Buffett sollen nachgebildet werden.

Wie genau das funktionieren soll und was Sie in Sachen Performance von diesem ETF erwarten dürfen, erfahren Sie jetzt. Außerdem werde ich die Stärken und Schwächen des neuen Anlageproduktes aufzeigen.

Wie der neue ETF die Investments der Gurus kopiert

Eines vorweg: Die Gründer des ETFs haben keinen Zugang zu den Depots der Börsengurus. Sie arbeiten mit öffentlichen Daten, die frei zugänglich sind.

Im ersten Schritt scannen sie die Milliardärslisten von Forbes und Bloomberg. Aus diesen Listen geht hervor, wer die reichsten Menschen der Welt sind.

Danach wählen die ETF-Gründer unter den Reichsten der Reichen diejenigen aus, die ihr Geld mit Investments verdienen. Daher fällt beispielsweise jemand wie der Ex-Microsoft-Chef Bill Gates heraus.


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Übrig bleiben Namen wie Warren Buffett, George Soros, Carl Icahn und David Einhorn.

Danach erfolgt eine weitere Unterteilung, an deren Ende nur diejenigen übrig bleiben, die in Sachen Performance zu den 10 Stärksten zählen.

An diese Zahlen kommen die Gründer des ETFs über die US-Börsenaufsicht. Denn jeder Investor, der mehr als 100 Mio. US-Dollar in US-Aktien verwaltet, muss der Börsenaufsicht quartalsweise einen sogenannten 13F-Bericht übergeben.

In diesem Bericht sind die Aktienbestände aufgelistet, die in US-Dollar gehandelt werden.

Mit dessen Hilfe kann der ETF die Aktienbestände der Börsengurus nachbilden. (Die Sache hat allerdings einige größere Haken, auf die ich später eingehen werde.)

Der ETF wählt dann anhand der Liste die 30 Aktien aus, in die das meiste Geld der Gurus investiert wurde. In dem neuen ETF sollen dann alle 30 Aktien gleich gewichtet sein – jede Position innerhalb des ETFs also mit 3,3%.

Über die Schwachstellen des ETFs

Eine große Schwachstelle im Anlagekonzept des ETFs ist folgende: Im sogenannten 13F-Bericht, der eine wichtige Grundlage für die Aktienauswahl des ETFs darstellt, sind nur Long-Positionen angegeben.

Das heißt: Wenn die Börsengurus Short-Positionen halten, mit denen sie auf fallende Kurse wetten, dann hat der ETF darüber weder Kenntnis, noch kann er diese berücksichtigen.

Ein weiteres Problem ist, dass der 13F-Bericht nur Aktien enthält, die in US-Dollar gehandelt werden.

Wenn also jemand wie George Soros oder Warren Buffett zum Beispiel in DAX-Titel investiert, kann der ETF dies ebenfalls nicht berücksichtigen. Daher kann der ETF die Investments der Gurus auch nur sehr bedingt nachbilden.

Der neue ETF im Performancevergleich

Dies zeigt auch der Performancevergleich: Der S&P 500 (enthält die 500 größten börsennotierten US-Unternehmen) kommt im Jahr 2014 (bis Ende Juli) auf eine Performance von Plus 8%.

Der neue iBillionaire-ETF, den ich Ihnen gerade vorgestellt habe, hätte zurückgerechnet um 7,7 % zugelegt.

Fazit

Die Schwachstellen des ETFs – und daraus resultierend das schlechtere Abschneiden im Performancevergleich – zeigen, dass es hier besser ist, auf aktive Aktienauswahl zu setzen.

Das erfordert zwar mehr Aufwand als in einen ETF zu investieren, stellt Ihnen dafür aber auch eine höhere Rendite in Aussicht.

Wenn Sie diesen Aufwand nicht betreiben wollen oder können, so ist ein solcher ETF aber sicher auch keine ganz schlechte Alternative.

13. August 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.