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Privatinsolvenz Eigenbedarf – das darf nicht gepfändet werden

Eines vorweg. Rechtsberatung bekommen Sie am besten bei der kostenlosen Schuldnerberatung für Verbraucher. In diesem Artikel finden Sie vorab schon einmal wichtige Informationen zum Thema Privatinsolvenz Eigenbedarf.

Pfändungstabelle entscheidet über die Beträge

Grundsätzlich gilt, es darf nicht alles gepfändet werden. Es müssen dem Schuldner bestimmte Beträge überlassen werden. Wie viel und was genau entscheidet die sogenannte Pfändungstabelle.

Mehr zum Thema: Privatinsolvenz: Folgen mit denen Sie rechnen müssen

Alle zwei Jahre wird diese angepasst. So steht das in der Zivilprozessordnung unter § 850c Abs. 2a. Eine Anpassung bedeutet aber nicht immer auch eine Erhöhung. Eher eine Überprüfung, ob die Zahlen noch zeitgemäß sind.


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Offenbar waren sie das schon recht lange, weil vor 2011 gab es sechs Jahre lang keinen Anstieg der Beträge. Dafür ist dann zum 1. Juli 2011 der Eigenbedarf mit 4,4% deutlich angestiegen.

Pfändungsgrenzen für Arbeitseinkommen

Ein Blick in die Zivilprozessordnung verrät die Antwort. Arbeitseinkommen darf nicht gepfändet werden, wenn es monatlich unter 930 Euro, wöchentlich unter 217,50 Euro oder täglich unter 43,50 Euro beträgt.

Dieser Betrag kann noch gesteigert werden, wenn man einen Verwandten, Ehegatten oder Lebenspartner Unterhalt gewährt. Das muss allerdings gesetzlich verpflichtet geschehen und nicht freiwillig. Dann steigen die Grenzen maximal auf 2.060 Euro monatlich, 478,50 Euro wöchentlich oder 96,50 Euro täglich.

Will man dieses Maximum ausschöpfen, müssten allerdings fünf Personen Unterhalt gezahlt werden. Für die erste Person steigen die jeweiligen Grenzen um 350 Euro monatlich, 81 Euro wöchentlich und 17 Euro täglich.

Was zählt zum Arbeitseinkommen

Die entscheidende Frage ist dabei, welche Einkünfte dazu verrechnet werden. Die Pfändungstabelle berechnet dazu alle Arbeitseinkommen und pfändbaren Sozialleistungen. Als Arbeitseinkommen zählt das Nettoeinkommen des Schuldners.

Hat der Schuldner mehrere Verdienstquellen, so werden die einzelnen Einkommen zusammengezählt. Andererseits gibt es einige Einkommensarten, die unpfändbar sind. Dazu zählen Erziehungsgelder, Studienbeihilfen, Aufwandsentschädigungen und Gefahrenzulagen.

Der Eigenbedarf zum Schutz des Schuldners

Wenn man sich mit der Schuldnerberatung in Verbindung setzt, sollte man die entscheidenden Punkte sofort klären. Es wird deshalb dringend geraten bei Privatinsolvenz Eigenbedarf anzumelden und vor allem anzugeben, wie viele Personen vom Schuldner Unterhalt bezahlt bekommen.

Seit 1. Juli 2010 ist das Girokonto deutlich besser geschützt. Bis dahin wurde das Bankkonto gepfändet und eine Teilnahme am normalen Leben war so gut wie unmöglich.

Seit 1. Januar 2012, kann ein Girokonto zum Schutz vor Pfändung in ein sogenanntes Pfändungsschutzkonto umgewandelt werden. Der Schuldner hat dadurch weiterhin Zugriff auf sein Konto und ihm wird dadurch vieles erleichtert, in der schweren Situation.

7. Mai 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.