Scherzer mit Zahlen und Dividendenvorschlag

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Die Kölner Beteiligungsgesellschaft Scherzer hat heute ihren Gewinn für 2020 veröffentlicht und den Dividendenvorschlag bekannt gegeben. (Foto: Monster Ztudio / shutterstock.com)

Die Berichtssaison, in der die Unternehmen ihre Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2020 vorlegen, neigt sich langsam dem Ende entgegen. Aber noch bleibt es spannend, da die letzten Informationslücken geschlossen werden.

So auch bei der Kölner Beteiligungsgesellschaft Scherzer. Das Unternehmen hat heute seinen Gewinn für 2020 veröffentlicht und einen Dividendenvorschlag bekannt gegeben. Der Nettogewinn erreichte knapp 12,6 Mio. Euro. Das bedeutet einen Gewinn je Aktie von 0,42 Euro.

Vorstand und Aufsichtsrat von Scherzer haben darüber hinaus mitgeteilt, dass sie der diesjährigen Hauptversammlung, die am 27. Mai 2021 virtuell stattfinden wird, einen Dividendenvorschlag von 0,05 Euro je Aktie unterbreiten werden. Das bedeutet auf Basis des aktuellen Kurses eine Dividenden-Rendite von 1,8%.

Zudem will das Scherzer-Management zukünftig weiter eigene Aktien zurückkaufen, was gewissermaßen eine indirekte Ausschüttung bedeutet. Über die Vorteile von Aktienrückkäufen hatte ich erst kürzlich hier im „Schlussgong“ berichtet.

Scherzer gemessen am Beteiligungsportfolio unterbewertet

Aktuell ist die Scherzer-Aktie – gemessen am Substanzwert der Beteiligungen – unterbewertet. So lag der Tageswert der Portfoliopositionen von Scherzer unter Berücksichtigung der Verbindlichkeiten der Gesellschaft am 28.02.2021 bei 3,05 Euro je Aktie.

Der Kurs der Scherzer-Aktie notiert aktuell bei 2,72 Euro und damit knapp 11% unter dem Substanzwert von Ende Februar. Allerdings weist das Unternehmen darauf hin, dass die ermittelten Werte nicht auf geprüften Abschlusszahlen basieren. Darüber hinaus werden Nachbesserungsrechte und eventuell anfallende Steuern in der Portfoliobewertung nicht berücksichtigt.

Ein Blick ins Portfolio

Blicken wir nun auf die Vorgehensweise des Scherzer-Managements bei der Auswahl der Beteiligungen: Bei der Auswahl ihrer Beteiligungen setzt Scherzer sowohl auf sichere als auch auf chancenreiche Werte.

Unter den sicherheitsorientierten Investments fallen dabei Beteiligungen in Abfindungswerte und Value-Aktien. Hierzu zählen aktuell z. B. die Aktien der MAN SE, der Weleda AG sowie der Lotto24 AG.

Zu den chancenreichen Werten, in die Scherzer derzeit investiert ist, zählen etwa die GK Software SE, die freenet AG und die ZEAL Network SE. Bei diesen Gesellschaften handelt es sich aus Sicht von Scherzer um Unternehmen, die bei kalkulierbarem Risiko ein erhöhtes Chancenpotenzial aufweisen.

Nebenwerte immer mit Limit ordern

Die Diskrepanz zwischen dem aktuellen Aktienkurs von Scherzer sowie dem Tageswert der Portfoliopositionen spricht grundsätzlich für die Kölner Beteiligungsgesellschaft.

Weitere Informationen zu Scherzer finden Sie in meinem Börsendienst „Der Depot-Optimierer“. Dort befindet sich die Aktie seit längerer Zeit auf der Empfehlungsliste. Praxistipp: Wenn Sie die Scherzer-Aktie kaufen oder verkaufen wollen, sollten Sie unbedingt mit einem Limit arbeiten, da die Handelsumsätze bei Scherzer überschaubar sind.

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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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