Devisenmarkt: So funktioniert der Forex

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In Währungen investieren, handeln und tauschen – all dies bietet der Devisenmarkt, der auch Forex genannt wird.

Dieser gilt als internationaler Handelsplatz für Währungen aller Art. Hier treffen Devisenangebot und -nachfrage aufeinander und Tauschgeschäfte werden vereinbart.

Devisenmarkt ohne festen Handelssitz

Dabei hat der Handelsplatz, im Unterschied zur Frankfurter Börse oder der Wall Street in New York, keinen festen Sitz. Der Handel geschieht hier fast ausschließlich zwischen den verschiedenen Marktteilnehmern über elektronische Hilfsmittel.

Mehr als 4 Billionen US-$ werden an diesem Markt an jedem Tag umgesetzt. Damit lässt der Devisenmarkt jede andere Börse klein aussehen.

Wie bei jedem Börsengeschäft besteht auch der Devisenhandel aus einer Zahlung und einer entsprechenden Gegenleistung. Dies bedeutet, dass ein Anleger eine Währung abgibt und dafür eine Fremdwährung von seinem Handelspartner erhält.

Abrechnung in Währungspaaren

Die dafür zugrunde liegenden Kurse werden laufend auf dem neuesten Stand gehalten. Da am Devisenmarkt immer in Paaren gehandelt wird, werden auch die Kurse als sogenannte Währungspaare angegeben.

Die Basiswährung, aus der getauscht werden soll, steht dabei immer an erster Stelle. Das Kürzel der zu erhaltenden Währung wird hinten angefügt.

Der Devisenmarkt im Beispiel

Im Beispiel sieht das so aus: Frau Franke möchte € in US-$ wechseln. Hierfür gilt der Währungskurs EURUSD.

Dieser wird zum Zeitpunkt der Transaktion wie folgt angegeben: EURUSD 1.2919. Dies würde bedeuten, dass 1 € einen Wert von 1,2919 US-$ besitzt.

Hierbei wird deutlich, dass Währungspaare meist vier Stellen hinter dem Komma besitzen, beim Handel zwischen Banken und Großunternehmen können noch mehr Ziffern hinzukommen.

Offene Handelszeiten als Vorteil

Eine Pause macht der Devisenmarkt dank seines internationalen Anspruches nur an Wochenenden. Durch die Zeitverschiebung ist er im Winter üblicherweise von Sonntag, 23.00 Uhr bis Freitag, 23.00 Uhr geöffnet.

Im Sommer verschiebt sich der Zeitraum durch die hierzulande übliche Zeitumstellung um eine Stunde nach hinten.

Das häufigste Devisengeschäft müssen übrigens nicht unbedingt Marktspekulationen sein. Vielmehr kommt jeder Kunde mit dem Devisengeschäft in Kontakt, der ins Ausland reisen oder Geld ins Ausland überweisen möchte.

Viele Wertpapiere werden ebenfalls in Fremdwährungen gehandelt, die Dividende entsprechend ausbezahlt. Meist führt die kontoführende Bank die Umrechnung hier jedoch automatisch durch.

Kleinanleger steigen über Broker in Devisenmarkt ein

Kleinanleger bekommen übrigens keinen Zugang zum Forex, da die gehandelten Summen ihre Möglichkeiten deutlich überschreiten würden.

Über den indirekten Weg mit Forex-Brokern können jedoch auch kleinere Summen investiert werden.

Mehr zum Thema: Die Wahl des passenden Forex-Brokers

Wie alle Finanztransaktionen ist auch der Handel auf dem Devisenmarkt ein Risikogeschäft. Selbst bei einem Nullsummenspiel führen Gebühren dabei zu einem Verlust. Der Tauschhandel muss also in jedem Fall Gewinne erzielen.

Der Einsatz von Hebeln am Forex ist daher nur für erfahrene Anleger zu empfehlen.