Finanzierung einer Eigentumswohnung – der Weg in die eigenen 4 Wände

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Niedrige Zinsen machen den Kauf einer Eigentumswohnung interessant. Was bei einer Finanzierung beachtet werden muss. (Foto: REDPIXEL.PL / shutterstock.com)

Besonders Niedrigzinsphasen veranlassen viele Menschen, darüber nachzudenken, sich den Traum von den eigenen 4 Wänden zu erfüllen.

Neben Häusern sind auch Eigentumswohnungen begehrt und es gibt viele Gründe, sich die Mieten zu sparen und stattdessen über einen Kauf nachzudenken.

Ein niedriges Zinsniveau ist aber nicht der einzige Aspekt, den potenzielle Käufer einer Eigentumswohnung beachten sollten. Bei der Finanzierung einer Eigentumswohnung muss sorgfältig geplant, gerechnet und abgewogen werden.

Nicht allein der Immobilienpreis ist entscheidend

Über Kreditrechner im Internet oder Beratungsgespräche bei Geldinstituten kann man schnell den eigenen Spielraum für einen Immobilienkauf herausfinden.

Es muss jedoch beachtet werden, dass man nicht das gesamte zur Verfügung stehende Kapital in die Finanzierung der Eigentumswohnung an sich stecken kann. Weitere Kosten sind zu beachten.

Die Grunderwerbssteuer ist ein solcher Posten, der auf jeden Fall einkalkuliert werden muss. Auch fallen häufig Notar- oder Gerichtskosten an. Hinzu kommen laufende Kosten, die auf den Besitzer von Eigentumswohnungen zukommen.

Vor allem das sogenannte Hausgeld muss berücksichtigt werden. Hierbei handelt es sich um meist monatliche Zahlungen, die Besitzer von Eigentumswohnung zu leisten haben.

Von diesem Geld werden beispielsweise Verwaltungskosten, Instandhaltungsmaßnahmen und sonstige Kosten des gemeinschaftlichen Eigentums bezahlt.

Diese Faktoren müssen also berücksichtigt werden, wenn über die Finanzierung einer Eigentumswohnung nachgedacht wird. Die Aufnahme eines maßgeschneiderten Kredits spielt natürlich ebenfalls eine entscheidende Rolle.

Kredit für Eigentumswohnung – die Rolle des Eigenkapitals

Es ist immer von Vorteil, wenn bei der Finanzierung der Eigentumswohnung Eigenkapital eingebracht werden kann. Es gibt jedoch auch Modelle, bei denen eine sogenannte Vollfinanzierung ohne Eigenkapital möglich ist.

Dies geht jedoch meist mit höheren Zinsen einher, die man als Kreditnehmer zahlen muss. Deshalb ist es sinnvoll, 15-20% des Kaufpreises in Form von Eigenkapital einbringen zu können.

Für die Banken bedeutet dies eine gewisse Sicherheit, so dass eine Gewährung des Kredits zu besseren Konditionen möglich wird. Als Eigenkapital gilt natürlich Barvermögen, aber auch zum Beispiel Wertpapierbesitz, Bausparguthaben oder Grundbesitz.

Niedrigzinsen und Immobilienpreise – das Verhältnis macht‘s

Die besten Voraussetzungen hat man also, wenn man ausreichend Eigenkapital und sichere Einkünfte in ausreichender Höhe hat. Hat man kein oder nur wenig Eigenkapital, sollte man in einem Beratungsgespräch klären, ob eine Finanzierung dennoch möglich ist und welche Konditionen dann gelten.

Kauf-Interessenten sollten sich jedoch wegen einer Niedrigzinsphase nicht hetzen lassen und überhastet eine Vollfinanzierung eingehen, denn niedrige Zinsen allein sind nicht entscheidend.

Man sollte das Zinsniveau auch mit den Preisen auf dem Immobilienmarkt abgleichen. In Zeiten niedriger Zinsen wird für viele Menschen ein Kauf interessant, was die Kaufpreise nach oben treiben kann.

Steigt das Zinsniveau wieder, ist es auch möglich, dass die Immobilienpreise aufgrund einer zurückgehenden Nachfrage sinken werden. Bei der Finanzierung einer Eigentumswohnung muss man also umsichtig und den eigenen Ansprüchen und Möglichkeiten entsprechend agieren.

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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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