Der Rohstoffindex von Jim Rogers

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Seit dem Sommer 1998 wird mit dem Rogers International Commodity Index ein weiterer Rohstoffindex berechnet – vom Experten Jim Rogers. (Foto: V. Franz Metelec – Fotolia.com)

Der Rogers International Commodity Index – kurz RICI – ist ein Rohstoffindex, welcher reale Konsumstrukturen berücksichtigt.

Zwar richtet sich dieser Index auch nach Liquidität und Weltproduktionsmenge, aber er betrachtet zusätzlich das Verbrauchspotential in Entwicklungsländern. Primär betrachteter Wachstumsmarkt ist Asien.

Jim Rogers Rohstoffindex – Historie und Zusammensetzung

Jim Rogers entwickelte einen internationalen und investierbaren Rohstoffindex – den RICI. Mitte der 90er Jahre kam Jim Rogers zu dem Schluss, dass Rohstoffe stark unterbewertet seien.

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Mit dem Fokus auf die Industrialisierung im bevölkerungsreichsten Land der Erde – China – glaubte Rogers an ein Potential mit langfristigen und mehrjährigen Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage.

Auch das Wachstumspotential anderer Entwicklungsländer erkannte er schon relativ früh.

Hier wollte Jim Rogers Kapital investieren und untersuchte diverse bis dato entwickelten Rohstoffindizes. Allerdings war er mit deren Konstruktion nicht zufrieden.

Er nutzte seine jahrzehntelange Erfahrung als Investor und Rohstoff-Experte, um einen übergeordneten Index zu erschaffen, der das Konsumverhalten genauer darstellt.

Der Rohstoffindex von Jim Rogers beinhaltet aktuell 37-38 Rohstoffe, welche den Energie-, Metall- und Agrarsektor abbilden. Die Abbildung entstammt der Idee einer ausgewogenen Vertretung der weltweiten Konsummuster.

Da Rogers speziell in Asien eine stark wachsende Nachfrage sah, gewichtete er den Anteil der Agrarrohstoffe überproportional hoch.

Die Anlage in Rohstoffindizes für Privatanleger

Für Privatanleger ist ein physisches Rohstoffinvestment in der Regel schwierig. Die Lieferung und auch die Lagerung sind zumeist sehr kostspielig. Daher erfolgen Investitionen über den Terminmarkt, über Futures.

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So kann auch der Privatanleger an dem raschen Preisanstieg von nachgefragten Rohstoffen partizipieren. Speziell die Idee von Rogers lässt sich so eindeutig verfolgen.

Mittlerweile existiert von diversen Emittenten eine Vielzahl von Zertifikaten auf den RICI sowie auf andere Rohstoffindizes, die als Beimischung für das Depot von Privatanlegern sinnvoll sein können.

Unterschiede zu anderen Rohstoffindizes

Der größte Unterschied von Jim Rogers Rohstoffindex zu anderen, zum Beispiel zum GSCI, liegt in der Bewertung der aufzunehmenden Titel:

Die Gewichtung der einzelnen Rohstoffe wird nicht ausschließlich von objektiven Kriterien wie Liquidität oder Produktionsvolumen abgeleitet, sondern auch von der Erwartungshaltung des Teams um Jim Rogers.

Hierbei kann der Anleger von der besonderen Erfahrung Rogers und den sich verändernden Bedürfnissen und Potentialen der Wachstumsmärkte profitieren.

Im RICI finden sich neben den klassischen Rohstoffen wie Öl, Kaffee oder Silber auch exotische Rohstoffe, die selten in anderen Indizes zu finden sind.

Rohstoffe wie Seide, Sojabohnen, Canola oder auch Azuki-Bohnen haben einen Anteil in Rogers Rohstoffindex und so lässt sich die starke Gewichtung auf den Wachstumsmarkt Asien erkennen.

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Von: Christian Klein. Über den Autor

Christian Klein hat durch eine Ausbildung in der Finanzbranche und ein anschließendes Studium mit Schwerpunkt BWL weitreichende Erfahrungen im Wertpapierhandel sammeln können. Aus persönlichem Interesse setzt er sich weiterhin mit Finanzpolitischen Themen sowie detaillierten Analysen auseinander. Als privater Anleger mit mehr als zehn Jahren Erfahrung befasst er sich mit technischer Analyse und deren Zusammenhang im täglichen Marktgeschehen.

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