Kaffee: So machen Sie aus dem heißen Getränk heiße Gewinne!

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Die Preise für das Weltgetränk Kaffee steigen. Aber warum? Und wie können Sie davon profitieren? (Foto: aphotostory / Shutterstock.com)

Haben Sie heute Morgen auch schon den ein oder anderen Kaffee getrunken? Wenn ja, dann gehören sie zu den 57 Prozent der Bundesbürger, die mindestens einmal am Tag das koffeinhaltige Heißgetränk genießen. Doch der Kaffee ist nicht nur ein hervorragender Muntermacher, er ist auch eine lukrative Anlageklasse. Vor allem wenn die Preise steigen.

An der amerikanischen Terminbörse ist der Kontraktpreis für Arabica-Kaffee zuletzt um rund 15 Prozent auf 2,15 Dollar pro Pfund gestiegen – das höchste Niveau seit 2014. Bevor ich Ihnen zeige, wie Sie von steigenden Kaffeepreisen profitieren können, will ich Ihnen erst einmal die Hintergründe zur Preis-Hausse näherbringen.

Kältewelle in Brasilien schürt Angebotsängste

Auslöser ist nämlich Brasilien. Das Land ist der mit Abstand wichtigste Kaffeproduzent der Welt. Etwa 290.000 Bauern ernten dort pro Jahr 2,7 Millionen Tonnen an entsprechenden Bohnen. Normalerweise kann Brasilien diese hohen Produktionszahlen erreichen und große Teile des weltweiten Koffeindurstes stillen.

Doch momentan läuft es in dem südamerikanischen Land nicht rund. Denn in Brasilien, wo aktuell Winter ist, wütet derzeit eine Kältewelle, deren Intensität außergewöhnlich ist. Das wiederum sorgt für Ernteausfälle zum Beispiel in der brasilianischen Kaffeeregion Minas Gerais.

Doch nicht nur das. Wegen der Wetterbedingungen fürchten viele Investoren längerfristige Ausfälle und decken sich deshalb mit Kaffee ein. Durch die steigende Nachfrage bei gleichzeitig begrenztem Angebot steigt der Preis.

Seit Januar ist etwa die Sorte Arabica um 60 Prozent gestiegen. Bis zu 200.000 Hektar der brasilianischen Arabica-Flächen sollen laut der Prognose-Behörde Conab mehr oder minder stark betroffen sein. Doch nicht nur die Wetterbedingungen heizen den Preis an. Auch die steigenden Transportkosten, die derzeit sämtliche Rohstoffe betreffen, treiben den Kaffeepreis an. Hinzu kommen politische Unruhen etwa in Kolumbien, dem drittgrößten Produktionsland.

Weitere Preissteigerungen möglich

Experten sind sich derweil unsicher, wie weit der Kaffeepreis noch steigen wird. Die Mehrheit aber erwartet jedenfalls weitere Erhöhungen. Vor allem die Entwicklung in China gilt hier als wichtigster Faktor. Denn das Reich der Mitte verfällt derzeit geradezu dem Kaffee. Ein Milliardenmarkt, der den Bedarf nach der Bohne in den kommenden Jahren massiv ansteigen lassen dürfte.

So können Sie auf Kaffee setzen

Wenn Sie auf das Heißgetränk setzen wollen, haben Sie mehrere Möglichkeiten. Zum einen den physischen Erwerb. Dieser ist wegen der begrenzten Haltbarkeit und der Lagerproblematik aber eher nicht zu empfehlen.

Besser sind da sogenannte ETCs oder Zertifikate. Erstere bilden ähnlich wie die Aktienpendants ETFs Preisentwicklungen ab – nur eben bei Rohstoffen. Zu beachten gilt, dass der Kaffeepreis traditionell stark schwanken kann. Als Anleger sollten Sie das immer im Hinterkopf behalten und dem Heißgetränk allenfalls einen mäßigen Anteil in Ihrem Gesamtportfolio zusprechen.

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Von: Marco Schnepf.

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