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Weltspartag ohne Zinsen: Zinsanlagen machen keinen Sinn!

Inhaltsverzeichnis

Am Freitag findet der Weltspartag statt. Heute hat er kaum noch eine Bedeutung. Vor 40 Jahren jedoch war der Weltspartag für mich ein besonderer Tag. Ein Jahr lang habe ich das Kleingeld gesammelt und Groschen für Groschen in die Spardose gesteckt.

Am Weltspartag folgte dann mit den Geschwistern und den Eltern der Gang zur örtlichen Bank. Dort wurde die Spardose geöffnet und das Geld gezählt.

Dabei gab es mehrfach Glücksgefühle: Ich war gespannt auf die im Jahresverlauf gesparten „Schätze”, ich war stolz, dass der Betrag auf dem Sparbuch Jahr für Jahr wuchs, und es war aus meiner Sicht eine tolle Belohnung, dass an dem Tag auch immer die Zinsen des vergangenen Jahres im Sparbuch gutgeschrieben wurden. Als Bonus gab es noch kleine Geschenke von der Bank.

Was mich der Weltspartag gelehrt hat

Ich habe durch den Weltspartag auch gelernt, dass man belohnt wird, wenn man nicht alles ausgibt, sondern spart, und ich habe mich an den Gang in die Bank gewöhnt. Als ich dann als Jugendlicher regelmäßig Zeitungen und Zeitschriften ausgetragen habe und größere Summen sparen konnte, habe ich meinen Bankberater gefragt, welche Zinsprodukte gerade die besten Renditen abwerfen.

Das Grundprinzip war immer gleich: Kurze Anlagedauer = kleine Zins-Renditen, lange Anlagedauer (Bundesschatzbriefe mit 7 Jahren Laufzeit) = stetig steigende Renditen. So habe ich schon mit relativ kleinen Summen gelernt, strategisch zu sparen.

Warum ich Ihnen diese Geschichte aus meiner Jugend jedes Jahr wieder gerne erzähle? In einer Null-Zins-Welt macht ein Weltspartag praktisch keinen Sinn mehr. Wie will man einem Kind erklären, dass es sich lohnt, zu sparen, wenn es keine „Zins-Geschenke” gibt?

Während Sparer früher belohnt wurden, werden sie heute bestraft

Es kommt noch schlimmer: Sparen wird nicht nur nicht mehr belohnt, sparen wird immer häufiger sogar bestraft. Immer mehr Finanzinstitute in Deutschland verlangen Strafzinsen. Noch sind zumeist nur größere Geldvermögen betroffen, aber die Freigrenzen sinken stetig.

Laut einer aktuellen Studie der DZ Bank sorgt die derzeit hohe Inflation gepaart mit den niedrigen und teils negativen Zinsen der Europäischen Zentralbank (EZB) in den deutschen Haushalten in diesem Jahr für einen Wertverlust beim verzinslichen Geldvermögen von mehr als 116 Mrd. Euro. Pro Kopf bedeutet das einen Verlust von 1.400 Euro.

Das Ergebnis: Wer sein Geld in klassische Zinsanlagen steckt, ist der Dumme und wird bestraft. Clever ist auf den ersten Blick der, der die verfügbaren Mittel in den Konsum steckt und so Strafzinsen vermeidet. Kurzfristig mag das ein Hebel sein, um die Konjunktur anzukurbeln. Aber langfristig ist das ein katastrophales Zeichen.

Menschen müssen schon früh lernen, für ihre Ziele zu sparen. Beispielsweise für den Führerschein, das erste Auto oder später für das Eigenheim. Wer das Sparen in jungen Jahren nicht gelernt hat, wird im späteren Leben dafür bezahlen.

Die Lösung: Aus Zins-Sparern müssen Aktien-Anleger werden. Wie Sie kontinuierlich investieren und mit geringen Risiken für sich selbst oder auch für Ihre Kinder oder Enkelkinder über längere Zeit ein kleines Vermögen ersparen oder aus einem kleinen Vermögen ein größeres Vermögen machen können, erfahren Sie in den kommenden Tagen im zweiten Teil hier im Schlussgong.