Bitcoin: Ein Insider verrät die kommenden Attacken

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Ich denke, dass die Chancen höher sind, dass der Insider uns jetzt absichtlich nur die halbe Wahrheit sagt. (Foto: Wit Olszewski / shutterstock.com)

Es geht darum, mehrere Schritte im Vorfeld zu planen. Wenn Sie nicht verstehen, wie die großen Jungs denken, verbrennen Sie Ihr Geld. Ist der Crash schon vorbei? Bitcoin hat auf Sicht der letzten 7 Tage 25 Prozent abgegeben. Klingt schon gar nicht mehr so schlimm. In der Spitze waren es über 40 Prozent Verluste. Vom Allzeithoch bei rund 65.000 US-Dollar hat der Kurs zwischenzeitlich über 50 Prozent verloren.

Fun Fact: Ein typischer Bitcoin-Crash verbrennt über 80 Prozent des Kapitals. Vom Allzeithoch bei fast 65.000 müssen wir demnach auf rund 13.000 US-Dollar fallen, wenn diese Struktur weiterhin Bestand hat. Aber das nur nebenbei. Dort liegt übrigens das 2019er Hoch. Es ist also nicht ganz absurd, wenn die Kurse hier noch einmal aufsetzen würden. Doch das ist jetzt nicht das favorisierte Szenario.

Die Wale schwimmen gegen den Strom

Jetzt geht es um die Theorie, dass ein Insider vor dem großen Abverkauf aus dem Nähkästchen geplaudert hat. Er hat genau vorgesagt, wie es letztlich geschah und hat somit jetzt das Vertrauen der Herde gewonnen. Schließlich hat er die Wahrheit gesagt. Wer macht das heutzutage noch?

Seine Ankündigung war, dass China eine Meldung veröffentlichen werde, die mit Bitcoin zu tun habe. Danach würde ein koordinierter Abverkauf unter eine gewisse Schwelle folgen, um einen bestimmten Bitcoin-Halter zu liquidieren. Sobald dieser die geplanten Verluste erlitten habe, kaufen die Wale dann wieder alles auf, um ihn Bankrott zu machen.

Den Zockern wurde geraten zuzuschauen und den großen Fall nach unten abzuwarten. Sobald das geschehen ist, sollen die Kurse dann schnell Richtung 70.000 US-Dollar gezogen werden. Das Timing des Crashs war auf jeden Fall goldrichtig. Der Insider hat also die Wahrheit gesagt. Die Kurse sind dramatisch gefallen. Auf die 70.000 müssen wir noch etwas warten.

Insider meldet sich erneut

Jetzt wird es nämlich spannend. Die erste Meldung des Insiders hat zum Zeitpunkt der Veröffentlichung natürlich kaum jemand wahrgenommen. Deshalb kann er da auch die Wahrheit sagen, um Vertrauen aufzubauen. Erst nach dem Crash wurde sein Post entdeckt und heiß diskutiert. Gestern hat er wieder etwas gepostet und die Krypto-Fans laufen heiß. Denn hier geht es um neue Attacke auf Bitcoin. Der Plan sieht dabei folgendermaßen aus:

Bitcoin wird noch einmal geshortet. 25.000 US-Dollar seien jetzt das Ziel. Diesmal wird es genau genannt. Es geht immer noch darum einen bestimmten Spieler Bankrott zu machen. Da ist der Insider ganz direkt. Er nennt nur nicht, um wen es genau geht.

Den genauen Zeitpunkt könne er diesmal nicht verraten, nur die Kurse Richtung 35.000 US-Dollar gedrückt würden. Dazu beschreibt er noch außergewöhnlich das Chartbild, das entstehen soll. Ein Dreieck. Nach diesem Dreieck soll es richtig interessant werden. Laut dem Insider kommt dann der richtige Crash. Soweit die Ankündigung online.

Schach spielen auf hohem Niveau

So. Was ist jetzt der Plan der Wale? Haben Sie das Vertrauen der kleine Fische gewonnen, um noch einmal die Wahrheit zu sagen, weil sie es gut mit uns meinen? Oder machen die Wale ihr Geld, in dem sie die kleinen Fische auffressen? Ich denke, dass die Chancen höher sind, dass der Insider uns jetzt absichtlich nur die halbe Wahrheit sagt. Das Potential ist einfach gewaltig, wenn jetzt alle glauben, dass wir von 35.000 auf 25.000 US-Dollar fallen werden. Na klar, jetzt gehen dann viele short. Easy Money.

Es ist aber auch leicht verdientes Geld für die Wale, wenn diese dann einfach die Kurse ab 35.000 US-Dollar nach oben ziehen und die Masse der shorts liquidieren. Vielleicht passiert das auch erst ab 30.000 US-Dollar, wenn genug Shorts im Markt sind. Wer weiß. Die Permabullen werden Bitcoin einfach auf dem Weg nach unten nachkaufen. Das ist denen egal. Es geht um die Trader, die alle morgen Millionär werden wollen. Die handeln Bitcoin mit hohem Hebel und fallen deshalb auch schnell um, wenn die Kurse in die falsche Richtung laufen. So wird Geld verdient.

Fazit

Die nächsten Tage werden uns zeigen, ob Bitcoin wirklich Richtung 25.000 US-Dollar fallen kann. Beim Crash, der nicht nur Bitcoin, sondern sämtlich Alt-Coins betraf, verschwand übrigens rund 1 Billion US-Dollar aus dem Markt. Um diese Menge sanken die Marktkapitalsierungen aller Kryptowerte. Und das innerhalb von wenigen Stunden. Schon beeindruckend. Mehrere 100 Milliarden US-Dollar sind seit dem Tief schon wieder reingeflossen. Peanuts.

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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.

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