ETFs bieten Ihnen einen einfachen und günstigen Börsenstart

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ETFs sind für Börseneinsteiger oder für Anleger mit kleinerem Geldbeutel eine hervorragende Möglichkeit, um von den Vorzügen des Aktienmarktes zu profitieren. (Foto: zhaoliang70 / Shutterstock.com)

Gestern haben Sie hier im Schlussgong erfahren, wie viel Geld die deutschen Sparer im Jahr 2021 durch die Nullzinsen in Kombination mit einer deutlich erhöhten Inflation verloren haben. Abschließend habe ich Ihnen geschrieben, dass ETFs (Indexfonds) eine gute Möglichkeit bieten, an der Börse zu investieren, ohne sich zu stark den Schwankungen der Einzelaktien auszusetzen.

Mein Fazit lautete: Für Einsteiger sind ETFs der einfachste und günstigste Start ins Börsenleben 2022. Heute möchte ich mich dem Thema ETFs an dieser Stelle noch einmal etwas näher widmen. Sogenannte ETFs (Exchange Traded Funds), die einen Index 1:1 nachbilden, erfreuen sich seit Jahren immer größer werdender Beliebtheit.

Bis Mitte Dezember des vergangenen Jahres investierten Anleger in Europa nach Schätzungen der Fondsagentur Morningstar satte 151 Mrd. Euro in ETFs. Das sind fast 50% mehr als im vorherigen Jahr und zugleich ein neuer Rekord.

Die Große Frage: Aktiver Fonds oder ETF?

Eine spannende Frage rund um das Thema Fonds ist, wann Sie in aktive Fonds investieren sollten und wann in ETFs. Sie sollten sich vor allem dann für einen passiven Fonds (ETF) entscheiden, wenn Sie der Meinung sind, dass Fondsmanager aktiv gemanagter Fonds nicht in der Lage sind, den entsprechenden Markt dauerhaft zu schlagen.

Gibt es jedoch einen Fondsmanager, der in der Lage ist, den Vergleichsindex dauerhaft und deutlich zu schlagen, sollten Sie sich für den von ihm gemanagten Fonds entscheiden, weil dann trotz der anfallenden Managementgebühren am Ende ein größerer Gewinn für Sie steht.

Viele Fondsmanager schlagen den Markt nicht

Fakt ist aber, dass viele aktiv geführte bzw. gemanagte Aktienfonds es nicht schaffen, ihren Vergleichsindex (Benchmark) zu schlagen. So haben beispielsweise im vergangenen Jahr rund 85% der Fondsmanager in den USA es nicht geschafft, den S&P 500 zu schlagen.

Daher werde ich immer wieder gefragt, warum ich auch aktive Fonds empfehle, wenn diese doch a) teurer sind als passive Fonds (ETFs) und b) auch noch schlechter abschneiden als ihre passiven Konkurrenten.

Die Antwort ist ganz einfach: Dass die meisten aktiven Fonds teurer sind als ihre passiven Konkurrenten und zudem unterm Strich auch noch schlechter abschneiden, bedeutet nicht, dass alle aktiven Fonds schlechter sind als passive Fonds (ETFs).

Außerdem zeigen verschiedene Untersuchungen, dass aktiv gemanagte Fonds gerade in schwierigen Börsenzeiten oftmals besser abschneiden als ETFs. Eine einfache Erklärung: Während Indexfonds (ETFs) immer zu 100% investiert sind, können aktiv geführte Fonds in stürmischen Zeiten auch eine Cash-Reserve aufbauen oder die Aktien-Positionen absichern.

Da es einige wenige hervorragende aktive Fonds gibt, die vor allem in schwierigen Zeiten regelmäßig Stärke zeigen, lohnt es sich auch, auf solche Fonds zu setzen. Man muss nur in der Lage sein, die guten von den schlechten aktiven Fonds zu unterscheiden. Ich setze daher in meinen Börsendiensten neben ETFs auch auf einige hervorragend gemanagte aktive Fonds.

Im Zweifel sollten Sie auf einen ETF setzen

Wenn Sie nicht Investment-Profi sind und somit nicht die vergleichsweise geringe Anzahl an sehr gut gemanagten aktiven Fonds identifizieren können, rate ich im Zweifel dazu, den gewünschten Markt mit einem ETF abzudecken.

Wall Street – shutterstock_267083465 Matej Kastelic

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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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