JPMorgan: Hände weg von Bitcoin

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Was auch immer Sie tun, wetten Sie nicht Ihr Haus auf oder gegen Bitcoin. Hier ist einfach alles möglich. (Foto: Wit Olszewski / shutterstock.com)

Nahezu jeder hat eine Meinung zu Bitcoin. Sie auch? Wenn es nach JPMorgan geht, sollten Sie lieber die Füße stillhalten. Denn so ganz überzeugt ist man dort wohl nicht. JPM-Chef Jamie Dimon hatte sich öffentlich bei einer Anhörung im US-Repräsentantenhaus dazu geäußert.

Wer ihm jetzt Heuchelei vorwerfen will, weil JPMorgan selbst Bitcoinhandel für seine Kunden anbietet – dem kam er zuvor. Auch wenn er kein Fan davon ist, würde es JPM nicht aufhalten in diesem Bereich Dienstleistungen für deren Kunden zu offerieren.

Kunden als Kontraindikator?

JPMorgans Klientel fragt wohl immer mehr nach Kryptowährungen und wie sie Bitcoin handeln können. Insofern stellt sich jetzt dementsprechend die Frage, ob der Crash wirklich schon vorbei ist.

Bitcoin war zwischen April und Mai 2021 um über 50 Prozent gefallen. Wer jetzt glaubt, dass das Schlimmste schon vorbei ist, kauft mit beiden Händen ein. Aber ist es das wirklich schon? Haben die Anleger so viel Geld, dass Sie auf dem Weg nach unten immer weiter einkaufen werden? Oder kommt doch noch die zweite Welle im Abwärtsdrang und wir sehen Kurse deutlich unter 30.000 US-Dollar?

Im Moment stehen wir bei 36.000 US-Dollar. Das ist auch nicht berauschend und der Druck nach oben hält sich in Grenzen. In der Korrektur der Korrektur stieg Bitcoin kurz über 40.000 US-Dollar, doch konnte die Kurse nicht lange halten.

Bitcoin im Tageschart

Die SKS-Formation wurde abgearbeitet. Die war auch mehr als deutlich. Die parallele Trendlinie zu den beiden Schultern hatte jetzt dann doch noch Bedeutung, als die Kurse wieder nach oben gelaufen sind. Dort war dann nämlich mit minimalem Überschuss Ende der Fahnenstange. Schon jetzt notieren wir deutlich unter dieser Linie, die einen möglichen Kanal bilden könnte.

Fibonacci zeigt uns, dass der Rücklauf nicht einmal bis zum 38,2er Retracement ging. Da ist wirklich wenig Bullenpower. Insofern wäre es nicht unmöglich, dass noch tiefere Tiefs sehen. Die Marke von 29.563 US-Dollar sollte insofern kein Stoppkurs sein. Denn halten muss die auf gar keinen Fall.

Kommt der Crash 2.0 mit Ansage?

Erinnern Sie sich an die Ankündigung des vermeintlichen Insiders? Der sagte, es werde erst ein Dreieck im Chart entstehen und danach soll es noch einmal ordentlich nach unten rutschen. Und so sieht der 4-Stunden-Chart aktuell bei Bitcoin aus.

Wenn es noch ein paar Tage so weitergeht, würde ich an die Theorie des Dreiecks glauben. Das hieße aber auch, dass hier aktiv an den Linien der Kurse in die passende Richtung geschoben wird. So etwas kann man traden. Allerdings nur bis zu einem gewissen Bereich, denn auch hier ist nichts garantiert. Spannend wird jetzt nur, ob wir im nächsten Monat dann wirklich noch den zweiten Crash erleben werden innerhalb kürzester Zeit.

Ich persönlich habe noch nicht nachgekauft bei den Altcoins, nur bisher das Konto mit Spielgeld versorgt. Somit bin ich startklar, falls etwas passiert. Aber eilig habe ich es nicht. Von mir aus darf sich jeder Kurs noch einmal halbieren. Vielleicht wird das die letzte große Chance relativ günstig einzusteigen.

Wer weiß, was in ein paar Jahren ist. Steht dann Bitcoin bei über 100.000 US-Dollar und andere Altcoins haben sich verzehnfacht oder noch mehr? Oder ist die Geschichte der Krytpos zu Ende und nur wenige Coins überleben eine große Bereinigung? Was auch immer Sie tun, setzen Sie nicht Ihr Haus auf oder gegen Bitcoin. Hier ist einfach alles möglich.

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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.

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