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So haben Sie Italien noch nie gesehen

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Wenn wir an Versorger denken, haben wir in erster Linie RWE oder E.ON vor Augen. Doch auch andere Länder brauchen Wärme und Strom. Manchmal ist die Situation im Ausland sogar deutlich besser und eine Branche, die hierzulande leidet, spielt woanders befreit auf. Ob das auch bei der italienischen Enel so ist? Wir haben die Aktie für Sie ganz genau unter die Lupe genommen und geben ungeschönte Einblicke.

Zuvor der Wert aber im Portrait. Enel ist der größte Stromversorger Italiens und befindet sich zum Teil noch in Staatsbesitz. Der Konzern richtet seine Aktivitäten durch Beteiligungen und Kooperationen zunehmend international aus. Kerngeschäftsfelder sind die Strom- und Gasversorgung. Enel ist bereits in 35 Ländern präsent und beliefert rund 73 Mio Kunden.

Enel: Hier geht es voran!

Enel konnte dank gestiegener Energiepreise im vergangenen Jahr sowohl den Umsatz als auch den Gewinn steigern. Der Umsatz stieg um 35,4% auf 88 Mrd €. Der Gewinn konnte mit 3,2 Mrd € um 22,2% gesteigert werden. Ebenfalls trugen ein gutes Südamerika-Geschäft, eine höhere Produktion bei Renewables und eine stärkere Digitalisierung in Europa zu den guten Zahlen bei. Es wurden mehr Schulden aufgenommen, um die Beteiligung am Amerika-Geschäft zu erhöhen. Dadurch wird zwar kurzfristig eine höhere Zinslast erwartet.

Langfristig sollte sich die Investition aber schnell amortisieren und zur Profitabilität beitragen. Amerika ist ein starker Wachstumsmarkt und trägt immens zur Profitabilität bei. Die hohen Sachinvestitionen sind hauptsächlich auf Netzausbau und Produktionsanlagen für erneuerbare Energien zurückzuführen. Die guten Zahlen lassen neben stärkeren Investitionsplänen und ausgeweiteten Beteiligungen auch noch Spielraum für die Aktionäre.

Die Dividende wurde um 0,02 € auf 0,38 € je Aktie angehoben. Die Kapazität der erneuerbaren Energien konnte auf 5,1 GW gesteigert werden. Darin sind zum ersten Mal 200 MW für Batteriespeicher enthalten.

Diese Dividende überzeugt

Bis 2030 soll die Kapazität mit 170 Mrd € auf 154 GW gesteigert werden. Der Umbau von fossilen auf erneuerbaren Energien geht bei Enel rasant voran. Die höhere Schuldenlast dient langfristigen Entwicklungen und unterstreicht den Weitblick des Vorstands. Langfristig sollte der Konzern gut für den zukünftigen Energiemarkt gewappnet sein.

Die Dividendenrendite von mehr als 6% ist für uns ein richtiges Brett. Da auch die Aktie durchaus Potenzial hat, ist Enel einer der Gewinner der nächsten Monate. Wenn Versorger, dann Enel – bleiben Sie am Ball!