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Dieser Aktien-Star ist super-günstig

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Einer der neuen deutschen Shooting-Stars kommt nicht etwa aus dem Sport oder der Schauspielerei. Der neue deutsche Shooting-Star kommt aus Mainz und zahlt schon heute mehr Steuern als Boris Becker und Franz Beckenbauer zusammen. Das glauben Sie nicht? Der Stadtkämmerer von Mainz wird das ganz sicher bestätigen. Denn dort ist Biontech beheimatet, das Unternehmen hinter dem Impf-Erfolg gegen Corona.

Doch wie steht es aktuell um die Aktie? Ein KGV von rund 3 lässt aufhorchen. Grund genug, die Aktie genauer unter die Lupe zu nehmen. Vorab aber ein kurzes Portrait. Der Biotechnologie-Konzern mit Sitz in Mainz wurde durch die Entwicklung des Covid-19-Impfstoffes Comirnaty bekannt. Mit Hilfe von mRNA sollen mit den durch den Impfstoff erwirtschafteten Gewinnen künftig Medikamente zur Behandlung von Krebs, Infektionskrankheiten und als Proteinersatztherapie zur Behandlung seltener Krankheiten entwickelt werden.

So steht es um die Zahlen

Biontech fährt durch den Impfstoff hohe Gewinne ein. Der Umsatz konnte im 1. Halbjahr um 30% auf 9,6 Mrd € gesteigert werden. Unterm Strich blieb ein Gewinn von 5,4 Mrd €. Betrachtet man das 2. Quartal alleine, ist ein Rückgang des Umsatzes um 39,8% auf 3,2 Mrd € sichtbar. In den späten Frühlings- und frühen Sommermonaten hat sich die Nachfrage nach Impfstoff reduziert. Für den Rest des Jahres könnte die Nachfrage jedoch anziehen.

Im Juli gab es nicht nur einen stärkeren Anstieg an Corona-Erkrankungen, es warten auch viele Impfwillige auf die neue Version des Impfstoffes, die gegen die Omikron-Variante entwickelt wird. Für die neue Version rechnet Biontech mit einem Markteintritt im Oktober. Strategisch setzt Biontech darauf, das durch den Impfstoff gewonnene Kapital in die Forschung zu stecken. Für 2022 werden die Ausgaben für Forschung & Entwicklung auf 1,4 bis 1,5 Mrd € geschätzt. Auch die Produktion des Impfstoffs wird ausgebaut.

In der Onkologie wurden bereits vielversprechende Daten des individualisierbaren mRNA-Krebs-Vakzins veröffentlicht. Besonders die beiden Varianten BNT122 für Bauchspeicheldrüsenkrebs und BNT211 für sogenannte CAR-T-Zellen liefern Vielversprechendes. Für 2022 wird mit einem Umsatz zwischen 13 und 17 Mrd € gerechnet. Die große Frage bei Biontech liegt im Erfolg nach dem Corona-Impfstoff. Selbst wenn der Krebs-Impfstoff zum Erfolg führen wird, ist es fraglich, ob die massiven Erfolge reproduzierbar sind.

Unser Fazit zur Aktie

Die Aktie ist dennoch nicht uninteressant. Anleger sollten sich aber darüber im Klaren sein, dass BioNTech trotzdem nicht wirklich „günstig“ ist. Die Aktie ist angesichts der Chancen fair bewertet. Bei Schwäche können Sie trotzdem zugreifen. Eine Dividende gibt es aber nicht.