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Fonds-Kauf: Spar-Tipp Ausgabeaufschlag

Fonds-Kauf: Spar-Tipp Ausgabeaufschlag
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Inhaltsverzeichnis

Gestern habe ich Ihnen hier im Schlussgong aufgezeigt, welche Kosten im Zusammenhang mit dem Erwerb und dem Besitz von Fondsanteilen einhergehen. Heute zeige ich Ihnen zwei Möglichkeiten, wie Sie den größten Kostenblock, den Ausgabeaufschlag, reduzieren oder sogar ganz vermeiden können.

Möglichkeit 1: Sie kaufen Ihre Fondsanteile über die Börse

Sie können den Ausgabeaufschlag bei vielen Fonds vollständig vermeiden, indem Sie (bzw. Ihre Depot-Bank) die Fondsanteile nicht über die Investmentgesellschaft (KAG), sondern über die Börse erwerben.

Sie müssen Ihrer Depot-Bank nur mitteilen, dass Sie den Fonds über die Börse kaufen möchten, oder – wenn Sie einen Online-Broker nutzen – den oft voreingestellten Handelsweg KAG (= Fondsgesellschaft) durch den gewünschten Börsenplatz (z. B. Hamburg, Frankfurt, Stuttgart etc.) ersetzen.

Im Ergebnis entfällt der Ausgabeaufschlag und Sie zahlen nur den sogenannten Spread – also die Differenz zwischen Ankaufs- und Verkaufspreis (entsteht beim Kauf über die Börse und liegt oft bei unter 1%). Der Fondskauf ist dann genau so einfach und günstig wie der Aktienkauf.

Ein wichtiger Hinweis noch an dieser Stelle: Fondsanteile direkt über die Börse zu kaufen bedeutet nicht, bei der Börse in Stuttgart oder in Frankfurt anzurufen und dort Fondsanteile zu kaufen, sondern die Fondsanteile über einen Online-Broker oder über Ihre Hausbank an der Börse und nicht über eine Kapitalanlagegesellschaft zu erwerben.

Es soll vorkommen, dass die Berater der Hausbanken diese Möglichkeit im ersten Anlauf ausschließen, da ihnen dabei ihr Anteil vom Ausgabeaufschlag entgeht. In einem solchen Fall sollten Sie dennoch darauf bestehen, die Fondsanteile direkt über die Börse zu kaufen und Ihren Bankberater fragen, ob er Ihnen die Information, dass ein Kauf über die Börse nicht möglich ist, schriftlich gibt. Das werden nur wenige Berater unterschreiben.

Möglichkeit 2: Kauf über einen Fondsdiscounter

Sogenannte Fondsdiscounter bieten offene Investmentfonds mit einem reduzierten oder komplett entfallenden Ausgabeaufschlag an.

Sie treten hier zu klassischen Vertriebskanälen von offenen Investmentfonds (meist Filialbanken) über einen günstigeren Preis in Konkurrenz. Fondsdiscounter finanzieren sich –

neben dem zum Teil verbleibenden Ausgabeaufschlag – über einen Anteil an den laufenden Verwaltungskosten des Fonds (also eine Bestandsprovision).

Die Bestandsprovision, die auch beim Erwerb von Fondsanteilen mit Ausgabeaufschlag regelmäßig dem Fondsvermögen entnommen wird, wird von der Fondsgesellschaft an den Vermittler (in diesem Fall der Fondsdiscounter) während der gesamten Investitionsphase ausgezahlt und stellt somit eine Vergütung der laufenden Betreuung des Kunden dar.

Ein Extra-Konto bei einem Fondsdiscounter macht aus meiner Sicht speziell dann Sinn, wenn Sie regelmäßig in viele verschiedene Fonds investieren und auch bereit sind, ein extra Fonds-Depot bei einem Fondsdiscounter zu führen.

Neben den beiden gerade vorgestellten Möglichkeiten, den Ausgabeaufschlag ganz oder zumindest größtenteils zu vermeiden, gibt es eine Möglichkeit, den anderen großen Kostenblock im Zusammenhang mit Investmentfonds einzusparen. Diese Möglichkeit lernen Sie morgen hier im Schlussgong kennen.