Kündigt sich hier im Nikkei ein Absturz an?

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Momentan gibt es noch Support in der Zone um 29.500 Punkten. Wenn diese Unterstützung bricht, könnten wir schnell 1.000 Punkte fallen. (Foto: Pavel Ignatov / shutterstock.com)

Nachdem wir bei DAX & Co. weiterhin Arbeitsverweigerung erleben, schauen wir einmal nach Asien. Kurz noch zu unseren üblichen Verdächtigen: Der DAX steht heute 0,13 Prozent im Minus, der Dow Jones ist sogar bei den durchlaufenden Kursen exakt unverändert. Als Spitzenreiter der Bewegungsfreudigen zeigt sich heute der NASDAQ mit einem Verlust von 0,3 Prozent. Unterm Strich passiert momentan also wenig – ähnlich der vergangenen Woche. Zurück nach Asien.

Der Nikkei hat das Potential schnell 1.000 Punkte abzugeben

Dazu müsste der aktuelle Preisbereich fallen. Momentan gibt es noch Support in der Zone um 29.500 Punkten. Doch wenn diese Unterstützung bricht, könnten wir schnell im Bereich um 28.500 Punkte landen.

Insgesamt sieht der japanische Leitindex etwas angeschlagen aus. Im obigen 4-Stunden-Chart machen wir keine höheren Hochs, sondern scheitern regelmäßig daran, neue Bestmarken zu erreichen. Unten hält wie genannt die 29.500. Die sollten Sie auch weiterhin im Visier haben. Zumindest solange die Kurse unter 30.300 verlaufen. Gibt es hier einmal ein deutliches Zeichen der Bullen, könnte der Nikkei auch wieder mittelfristig steigen. Doch im aktuellen Umfeld ist dies eher unwahrscheinlich.

Das bedeutet für Sie aber, dass Sie noch nicht short gehen sollten. Es kann noch ein bisschen dauern oder auch ganz schnell gehen. Aber die Zone um 29.500 muss erst unterschritten werden, bevor wir auf fallende Kurse setzen können.

Geduld wird beim Trading belohnt

Das heute ist ein perfektes Beispiel, wie Sie als Anleger Geld verlieren können. Wenn ich Ihnen heute schreibe, dass der Nikkei Richtung 28.500 Punkte fallen kann, dann könnten Sie doch heute schon einen Short kaufen. Schließlich ist der dann um einiges günstiger, als wenn Sie warten, bis der Index wirklich unter 29.500 Punkte geschlossen hat. Die paar Prozent wollen Sie nicht liegenlassen.

Genauso das ist aber der Haken an der Tradingidee. Der Nikkei kann jetzt auch wieder nach oben drehen, schließlich hält die Unterstützung noch. Es gibt aktuell also keinen Grund auf direkt fallende Kurse zu setzen. Das können Sie dann machen, wenn der Index den letzten Support gebrochen hat und damit das Signal liefert.

Auch wenn die Tendenz Richtung Süden geht, ist das jetzt reines Gambling oder Zocken, wenn Sie jetzt schon einsteigen. Suchen Sie sich deshalb ruhig schon einmal ein passendes Zertifikat aus und schauen Sie sich die Kurse der letzten Tage an. Das Zertifikat wird genauso wie der Nikkei in einem Bereich wieder gedreht haben. Nachdem wir short gehen wollen, wird das Zertifikat also nie über einen bestimmten Preis hinaus gestiegen sein.

Denn die Kurse drehten ja immer wieder um die 29.500 nach oben. Teurer wurde das Short-Zertifikat also nicht. Genau das können Sie sich jetzt zum Vorteil machen. Legen Sie eine Kauforder in den Markt, die aber erst greift, wenn die Kurse des Zertifikats teurer sind, als in den letzten Tagen. Buy-Stop kann diese Order heißen. Aber je nach Broker trägt sie vielleicht auch einen anderen Titel. Machen Sie sich vorher schlau, wie Sie das genau bei Ihrem Broker umsetzen können.

Und dann brauchen Sie jetzt nur noch Geduld und müssen vor allem nicht alle paar Stunden den Chart anschauen oder sich einen Alarm in den Chart legen. Machen Sie sich die Arbeit schon vorher, dann wird automatisch gekauft, sobald es interessant wird. Ganz aus den Augen sollten Sie den Chart aber auch nicht lassen. Steigen die Kurse wie oben gezeigt über 30.300 Punkte, ist die Tradingidee ad acta gelegt und kann gelöscht werden.

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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.

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