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Energiekrise bietet auch Chancen am Aktienmarkt

Energiekrise bietet auch Chancen am Aktienmarkt
petrmalinak / Shutterstock.com
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Deutschland befindet sich in einer Energiekrise! Klaus Müller, Chef der Bundesnetzagentur, hat kürzlich den derzeit zu hohen Gasverbrauch der Deutschen kritisiert. Zugleich ermahnte er Haushalte und Betriebe dazu, stärkere Energiesparanstrengungen zu unternehmen.

„Der Gasverbrauch von Haushalten und Gewerbe in der letzten Woche lag deutlich über dem durchschnittlichen Verbrauch der Vorjahre“, so Müller. Ohne erhebliche Einsparungen auch im privaten Bereich werde es schwer, eine Gasmangellage im Winter zu vermeiden.

Ich bin jedoch guter Dinge, dass wir ohne größeren Schaden durch den kommenden Winter kommen. Es benötigt dafür jedoch einige Anstrengungen. Um uns unabhängig vom russischen Öl und Gas zu machen, braucht es kurzfristige Lösungen und eine langfristige Vision. Die kurzfristige Lösung lautet Flüssiggas.

LNG als schnelle Hilfe

Sie haben es sicher mitbekommen: In Deutsch­land sol­len in Rekordzeit an den Stand­or­ten Wil­helms­ha­ven, Bruns­büt­tel, Sta­de und Lub­min ins­ge­samt vier Flüs­sig­­erd­gas-Ter­mi­nals entste­hen. Bereits am 4. Juli dieses Jahres war der Bau­start für Deutsch­lands ers­ten LNG-Termi­nal in Wil­helms­haven.

Flüssiggas bie­tet kurz­fris­tig gro­ße Chan­cen, denn es kann welt­weit trans­por­tiert wer­den und ermög­licht so den Han­del mit in­ter­na­ti­o­na­len Part­nern (wie beispielsweise den USA), die über Pipe­lines kein Gas nach Deutsch­land trans­por­tie­ren kön­nen.

Durch den Auf­bau ei­ner ei­ge­nen LNG-In­fra­struk­tur erhöht Deutsch­land sei­ne Be­zugs­quel­len und si­chert das ho­he Ni­veau der Ver­sor­gung mit Gas. Wirtschafts- und Energieminister Robert Habeck war in den vergangenen Wochen und Monaten bereits bei einigen potenziellen LNG-Lieferanten vorstellig.

Erneuerbare Energien und Wasserstoff als Langfristlösung

Mittel- und längerfristig sollen und werden erneuerbare Energien und Wasserstoff die fossilen Brennstoffe ersetzen und uns damit endgültig unabhängig vom russischen Öl und Gas machen. Die erneuerbaren Energien sollten bereits vor Putins Angriffskrieg in der Ukraine ausgebaut werden.

Nun soll das Tempo noch einmal beschleunigt werden. Auch in Sachen Wasserstoff gibt die Bundesregierung Gas. So waren beispielsweise Bundeskanzler Olaf Scholz und Robert Habeck im August in Kanada unterwegs, um einen wichtigen Wasserstoff-Deal abzuschließen.

Bei dem Staatsbesuch haben sich Kanadas Energieminister Jonathan Wilkinson und

Robert Habeck auch über Projekte eines deutschen Unternehmens informiert. Zukünftig sollen elf Gigawatt Windkraft dieses Unternehmens jährlich rund 900.000 Tonnen grünen Wasserstoff produzieren.