PNE: Übernahme 2022 in Sicht?

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Der Windenergie-Spezialist PNE ist ein heißer Übernahme-Kandidat. Auch sonst gibt es gute Gründe, die für die Aktie sprechen. (Foto: fokke baarssen / shutterstock.com)

Der Ausverkauf bei hoch bewerteten Technologieaktien hat sich heute an der Börse fortgesetzt. Auch viele Aktien aus dem Bereich der erneuerbaren Energien hatten es zuletzt schwer. Nicht so die Aktie der PNE AG. Hier gibt es heiße Übernahmegerüchte. Bevor ich darauf näher eingehe, stelle ich Ihnen das Unternehmen jedoch kurz vor.

PNE: Die Windpark-Projektierer

Die 1994 gegründete PNE-Gruppe ist international tätig und einer der erfahrensten Projektierer von Windparks an Land und auf See. Auf dieser erfolgreichen Basis entwickelt sich das Unternehmen weiter zu einem „Clean Energy Solutions Provider“, einem Anbieter von Lösungen für saubere Energie.

Von der ersten Standorterkundung und der Durchführung der Genehmigungsverfahren, über die Finanzierung und die schlüsselfertige Errichtung bis hin zum Betrieb und dem Repowering nach Laufzeitende, umfasst das Leistungsspektrum alle Phasen der Projektierung und des Betriebs von Windparks.

Besonders spannend: Das Unternehmen befindet sich derzeit im Umbau. Die strategische Ausrichtung von PNE umfasst künftig die gesamte Wertschöpfungskette der Erneuerbaren Energien sowie die Veredelung von Strom. Neben der Windenergie sind zukünftig Photovoltaik, Speicherung und die Power-to-X-Technologie mit dem Schwerpunkt Wasserstoff Teil des Leistungsangebotes von PNE.

Aktuelle Übernahme-Gerüchte

PNE steht möglicherweise vor einem Eigentümerwechsel. Darüber halten sich auf dem Frankfurter Börsenparkett hartnäckige Gerüchte. Neben dem Infrastrukturfonds der US-Großbank Morgan Stanley, der knapp 40% der PNE-Anteile hält, gibt es mit Active Ownership einen zweiten Großaktionär.

Dieser hat kürzlich seinen Anteil an PNE auf 11,99% verdoppelt. Damit verhindert der zweite Großaktionär einen möglichen Squeeze-out, da dafür mindestens ein 90%-Anteil nötig wäre.

Hintergrund der Aufstockung ist, dass Morgan Stanley laut gut informierter Quellen auf der Suche nach einem neuen Eigentümer für den knapp 40%-Anteil an PNE ist. Wind- und Solarparkprojektierer wie PNE sind sehr gefragt – sowohl bei Finanzinvestoren als auch bei Energiekonzernen und bei größeren Konkurrenten.

Wenn man bei PNE mit den Multiplikatoren arbeitet, die bei der kürzlich erfolgten Übernahme des italienischen Windkraftanbieters Falck Renewables durch JPMorgan Investment Management gezahlt wurden, käme man bei PNE auf einen fairen Wert von 15 Euro je Aktie.

Auch die operative Entwicklung passt

Daneben spricht aber auch die jüngste operative Entwicklung des Unternehmens für die PNE-Aktie. Für die ersten 9 Monate des vergangenen Geschäftsjahres (neuere Zahlen werden erst in einigen Wochen veröffentlicht) weist PNE eine Gesamtleistung von 134,6 Mio. Euro aus.

Das bedeutet gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein sattes Plus von 48%. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) legte um 38% auf 12,7 Mio. Euro zu. PNE-Chef Markus Lesser betont, dass die Ergebnisse in den ersten 9 Monaten 2021 insbesondere vor dem Hintergrund der Investitionen in das PNE-Portfolio sehr erfreulich seien. Dem kann ich nur zustimmen. Ich werde die PNE-Aktie hier im Schlussgong weiter für Sie beobachten.

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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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