PNE: Wind- und Solarpark-Spezialist mit gutem Jahresstart

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Der Wind- und Solarpark-Spezialist PNE ist gut ins neue Jahr gestartet und hat weiterhin Potenzial. (Foto: V. Franz Metelec – Fotolia.com)

Gestern habe ich Ihnen an dieser Stelle geschrieben, dass spekulative Wasserstoff-Werte an der Börse zuletzt massiv unter Druck standen. Das gilt ebenfalls für einige Werte aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien. Aber auch in dieser Branche wurden nicht alle Werte gleichmäßig abgestraft.

Eine Aktie, die es etwas weniger getroffen hat, ist die von PNE. Warum PNE aus meiner Sicht großes Potenzial hat und es die Aktie damit zurecht nicht so schwer getroffen hat, erfahren Sie gleich, nachdem ich Ihnen das Unternehmen kurz vorgestellt habe.

PNE: Ein Unternehmensportrait

Die 1994 gegründete PNE-Gruppe ist international tätig und einer der erfahrensten Projektierer von Windparks an Land und auf See. Auf dieser erfolgreichen Basis entwickelt sich das Unternehmen weiter zu einem „Clean Energy Solutions Provider“, einem Anbieter von Lösungen für saubere Energie.

Von der ersten Standorterkundung und der Durchführung der Genehmigungsverfahren, über die Finanzierung und die schlüsselfertige Errichtung bis hin zum Betrieb und dem Repowering nach Laufzeitende, umfasst das Leistungsspektrum alle Phasen der Projektierung und des Betriebs von Windparks.

Besonders spannend: Das Unternehmen befindet sich derzeit im Umbau. Die strategische Ausrichtung von PNE umfasst künftig die gesamte Wertschöpfungskette der Erneuerbaren Energien sowie die Veredelung von Strom. Neben der Windenergie sind zukünftig Photovoltaik, Speicherung und die Power-to-X-Technologie mit einem Schwerpunkt bei Wasserstoff Teil des Leistungsangebotes von PNE.

Guter Jahresstart

Das Unternehmen hat vor wenigen Tagen Zahlen für das jüngste Quartal gemeldet, die zeigen, dass PNE gut ins neue Jahr gestartet ist. Der Umsatz lag in den ersten 3 Monaten des laufenden Jahres bei 16,1 Mio. Euro und damit über dem Vorjahreswert von 15,7 Mio. Euro.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag bei 6,3 Mio. Euro und damit in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Ebenfalls positiv: PNE konnte zwei Windparks mit rund 17 MW (Megawatt) für das eigene Windparkportfolio fertigstellen. Damit wurde das Windparkportfolio im Eigenbetrieb im 1. Quartal auf 151,6 MW vergrößert.

Zum Ende des ersten Quartals befanden sich darüber hinaus in Deutschland fünf Windparks mit einer Nennleistung von 97,1 MW in Bau. Auch die Entwicklung weiterer Projekte wurde national und international weiter vorangebracht. Für die weitere Entwicklung im Kerngeschäft der Projektentwicklung und des Betriebs sieht PNE sich gut aufgestellt.

Gut aufgestellt für die Zukunft

Die „Pipeline” der Windenergieprojekte an Land, die derzeit in den verschiedenen Phasen der Projektentwicklung bearbeitet wird, konnte trotz der kontinuierlichen Realisierung von Windparks auf mehr als 5.500 MW erweitert werden. Das ist eine sehr gute Grundlage für eine auch künftig erfreuliche Entwicklung der PNE-Gruppe.

Weitere Fortschritte gab es im 1. Quartal auch bei der Entwicklung von Photovoltaik-Projekten. Hier konnte PNE die „Pipeline” der Projekte in der Bearbeitung auf 674 MWp ausbauen. Auch dies ist ein wichtiger Baustein der strategischen Weiterentwicklung.

Daher hat das Unternehmen seine Ziele für das Gesamtjahr 2021 bestätigt. Es wird weiterhin ein operativer Gewinn (EBITDA) zwischen 24 und 32 Mio. Euro erwartet. Trotz der aktuellen, durch die COVID-19-Pandemie ausgelösten Entwicklungen, blicken wir weiter optimistisch in die Zukunft, so das PNE-Management.

Mein Fazit: Wir benötigen in Zukunft wesentlich mehr Wind- und Solarstrom als derzeit. Davon wird auch PNE profitieren. Daher ist die Aktie auf Basis meiner Analysen auf dem aktuellen Niveau zu niedrig bewertet.

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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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