Schaltbau mit gutem Jahresauftakt und guten Perspektiven

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Der deutsche Verkehrstechnik-Spezialist Schaltbau hat seine Profitabilität im 1. Quartal des laufenden Jahres deutlich verbessert. (Foto: Shaiith / shutterstock.com)

Vor etwa einem Monat habe ich Ihnen an dieser Stelle von den 2020er Zahlen und einer Pflichtwandelanleihe des deutschen Nebenwerts Schaltbau berichtet. Inzwischen hat das Unternehmen seine Zahlen für das 1. Quartal des laufenden Jahres veröffentlicht.

Da die Zahlen gut ausgefallen sind und auch die weiteren Perspektiven des Unternehmens stimmen, habe ich mich dazu entschlossen, Ihnen heute ein Update zu Schaltbau zu geben. Zunächst möchte ich unseren neuen Lesern, die das Unternehmen noch nicht kennen, kurz die Schaltbau Holding vorstellen.

Schaltbau Holding im Portrait

Die Schaltbau Holding mit Sitz in München und ihre Tochtergesellschaften entwickeln, fertigen und vertreiben elektromechanische Komponenten sowie Systeme für Bahntechnik und Industrie.

Entwickelt werden elektronische Türsysteme für Verkehrsmittel wie Züge, Straßenbahnen, U-Bahnen oder Busse. Neben Türen umfasst dies auch Tritte, Antriebe, Steuerung und Notgriffe. Darüber hinaus liefert die Gruppe weitere Produkte im Bereich Verkehrssicherheit, wozu Bahnübergangssicherungen, Weichenheizungen, Bremssysteme, Warnsignale oder auch Energie- und Beleuchtungssysteme für verschiedene Verkehrsmittel zählen.

Abgerundet wird das Produktportfolio durch die Herstellung von Kleinkomponenten, beispielsweise Schütze, Schalter und Steckverbindungen. Mit zahlreichen Tochtergesellschaften und Joint Ventures ist der Konzern auf allen wichtigen Verkehrstechnikmärkten global vertreten.

Guter Jahresauftakt

Blicken wir nun auf die jüngsten Zahlen: Die Schaltbau Holding ist gut ins neue Jahr gestartet und hat die Profitabilität deutlich verbessert. Obwohl der Auftragseingang mit 136,5 Mio. Euro aufgrund der typischen Fluktuationen im Projektgeschäft leicht unter Vorjahr lag, stieg der Umsatz um 4% auf 124,2 Mio. Euro.

Das operative Ergebnis (EBIT) stieg deutlich überproportional um 59% auf 6,1 Mio. Euro. Die operative Gewinnmarge (EBIT-Marge) erhöhte sich um 1,7 Prozentpunkte auf 4,9%. Das Nettoergebnis verdoppelte sich im abgelaufenen Quartal von 1,7 auf 3,8 Mio. Euro.

Auch die Ausweitung des Geschäfts mit Gleichstrom (DC)-Komponenten und Applikationen auf neue, wachstumsstarke Märkte wie New Energy / New Industry (Erneuerbare Energien und E-Mobilität) nimmt Fahrt auf. Der Auftragseingang stieg in diesem Bereich um 32%.

Jahresziele bestätigt

Angesichts des guten Starts in das neue Geschäftsjahr bestätigt das Schaltbau-Management die Prognose für das Gesamtjahr. Diese sieht einen Auftragseingang von 550 bis 580 Mio. Euro, einen Umsatz von 520 bis 540 Mio. Euro und eine operative Gewinnmarge (EBIT-Marge) von ca. 5% vor.

Meine Einschätzung zur Schaltbau-Aktie: Die Aktie bleibt aus meiner Sicht interessant. Vor einigen Jahren notierte das Papier bereits bei über 50 Euro. Bis dahin ist es noch ein etwas weiterer Weg. Ich gehe aber davon aus, dass diese Notierungen auf Sicht von 2 bis 3 Jahren wieder erreicht werden können.

infineon

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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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