Diesen Pandemie-Gewinner kennen Sie noch nicht

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Schmucke Accessoires kommen immer gut an. Das belegen auch die Zahlen von Tapestry. (Foto: jonasginter / Adobe Stock)

Schicke Taschen und Accessoires sind auch in der Krise gefragt. Gerade die Pandemie hat gezeigt, dass wir alle auf soziale Interaktionen nicht verzichten können. Wenn dieser natürliche Wunsch dann auch noch von Hormonen verstärkt wird, klingelt schnell die Kasse in Boutiquen und feinen Geschäften für Accessoires. Hiervon profitieren Unternehmen wie Tapestry. Doch um die Chancen wirklich gut abschätzen zu können, ist logischerweise ein Blick auf die nackten Zahlen notwendig.

Diesen Blick haben wir für Sie gewagt und ordnen die Ergebnisse mit alle unserer Erfahrung ein. Zuvor aber einige Worte zum Unternehmen an sich. Tapestry (ehem. Coach) wurde 1941 in New York gegründet und betätigt sich schwerpunktmäßig als exklusiver Designer, Hersteller und Einzelhändler für Leder-Handtaschen und Accessoires. Zur Produktpalette gehören aber auch Schuhe, Schmuck, Kleidung, Reisetaschen und Sonnenbrillen. Mit dem Markteintritt in Europa und Asien wird die internationale Expansion vorangetrieben.

Die Margen steigen

Tapestrys Aktienkurs konnte sich seit der Mitte des letzten Jahres stark erholen, nachdem der Kurs nahe dem Buchwert notierte. Die Geschäftsentwicklung lag deutlich über den Erwartungen. Die Initiative (Acceleration Program) hat schnell Früchte getragen. Der Enthusiasmus der Kunden für Tapestrys Marken konnte neu entfacht werden. Ein Eckpunkt der Initiative ist, dass der Digitalisierung des Geschäfts die höchste Priorität eingeräumt wird. Durch eine stärkere Präsenz auf den digitalen sozialen Plattformen konnten im 3. Quartal 700 Tsd neue E-Commerce- Kunden in den USA gewonnen werden, und der digitale Verkaufskanal verzeichnete 3-stellige Wachstumsraten.

Der Markt in China gewinnt weiter an Bedeutung und verzeichnet ebenfalls hohe Wachstumsraten (+175% gegenüber dem Vorjahr und +40% gegenüber 2019). Diese positiven Entwicklungen führten zu einem Umsatzanstieg von 19%. Dank niedriger Promotion-Aktivitäten und höherer durchschnittlicher Verkaufspreise kletterte die Bruttomarge von 57,4 auf 71,6%.

Hier sprudeln die Gewinne wieder

Nach hohen Verlusten im Vorjahr ist Tapestry zurück in der Gewinnzone. Das operative Ergebnis und die operative Marge lagen nicht nur über dem von Corona stark geprägten Vorjahr, sondern auch über dem von 2019. Das Zugpferd im Markenportfolio bleibt die Marke Coach, die ein Wachstum von 25% und eine operative Marge von 26,1% auswies. Kate Spade und Weitzman erwirtschafteten hingegen operative Verluste. Dank der Umstrukturierungen stehen die Chancen gut, dass der Konzern aus der Krise mit Marktanteilsgewinnen und einer höheren Rentabilität als vor der Pandemie hervorgeht. Das ist beeindruckend. Hinzu kommt eine Dividendenrendite von rund 2,4%.

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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

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