Hier winken 5,3% Dividendenrendite

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Die Rohstoffpreise steigen und zudem wird immer gegessen und getrunken. Wir haben eine Aktie, die davon profitieren kann. (Foto: Monster Ztudio / shutterstock.com)

Die Zahl der Menschen auf dem Planeten wächst und wächst. Da liegt es doch logisch nahe, ist Lebensmittel zu investieren – oder etwa nicht? Wir haben für Sie eine Aktie ausgemacht, die an der Schwelle vom Agrarrohstoff zum Lebensmittel Werte schafft. Auch Bioethanol ist mit dabei? Interessiert? Dann lesen Sie unsere Analyse. Vorab gibt’s aber eine Zusammenfassung dessen, was Agrana genau macht.

Agrana veredelt landwirtschaftliche Rohstoffe zu hochwertigen Lebensmitteln und einer Vielzahl von Vorprodukten für die Nahrungsmittelindustrie sowie für technische Anwendungen. Der Konzern gliedert sich in die Sparten Zucker, Stärke und Frucht und ist mit 55 Produktionsstandorten auf allen Kontinenten vertreten. In Österreich ist Agrana der größte Bioethanol-Produzent. In der Herstellung von Fruchtzubereitungen ist der Konzern weltweit die Nummer 1.

Ambitionierte Pläne sollen Agrana voranbringen

Agrana hat solide Halbjahresergebnisse präsentiert. Der Umsatz stieg zwar um 8,8%, operatives Ergebnis (EBIT) und Gewinn gingen aber wie erwartet zurück; das EBIT um 19,7% auf 44,8 Mio € und der Gewinn um 17,6% auf 28 Mio €. Belastet haben vor allem deutlich höhere Materialkosten. Trotz der anhaltenden Herausforderungen durch die Corona-Pandemie sowie hohe Rohstoff- und Energiekosten hat das Management die Jahresziele bestätigt: ein moderates Umsatzwachstum (5 bis 10%) und einen deutlichen EBIT-Anstieg (mindestens 10%). Alle 3 Sparten sollen zum Wachstum beitragen.

In den Sparten Zucker und Frucht soll sich auch die Profitabilität verbessern. Wachstums- und Ergebnistreiber in der Sparte Frucht sind der Kapazitätsausbau, die Diversifikation im Non- Dairy-Geschäft und die verbesserten Rahmenbedingungen bei Fruchtsaftkonzentraten. Die Zucker-Sparte profitiert von höheren Verkaufsmengen und -preisen sowie einer höheren Kapazitätsauslastung. In der Stärke-Sparte dürfte der Umsatz zwar moderat wachsen, wegen höherer Rohstoff- und Energiekosten wird das EBIT das Vorjahresniveau jedoch deutlich verfehlen.

Was uns an der Aktie gefällt

Mittelfristig rechnet der Konzern jedoch mit einer Normalisierung der Geschäftsentwicklung, sodass dann auch wieder Preiserhöhungen durchsetzbar sind, um die höheren Kosten zu kompensieren. Insgesamt erwarten wir auf Konzernebene einen Umsatz von 2,73 Mrd €, ein EBIT von 95 Mio € und einen Gewinn von 65 Mio €. Die Zahlen kamen an der Börse gut an.

Die Aktie hat sich zuletzt wieder im Gleichschritt mit dem Vergleichsindex entwickelt und ist im historischen Vergleich angemessen bewertet. Ein Muss ist die Aktie aus unserer Sicht nicht, überzeugend ist aber durchaus die Dividendenrendite in Höhe von 5,3%. Hier könnten Sie schwach werden und machen im Anschluss auch mit der Aktie nichts falsch.

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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

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