Rendite mit gutem Gewissen: Diese Aktie macht die Welt ein bisschen besser

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Die Landwirtschaft muss so schnell wie möglich ihren Wasserverbrauch optimieren, sonst könnte es eine Katastrophe geben. Als Anleger können Sie sich daran beteiligen. (Foto: tom - Adobe Stock)

Jeden Tag verbrauchen wir Deutsche pro Kopf im Schnitt etwa 123 Liter Wasser – sei es zum Kochen, Duschen, Baden, Trinken, Wäschewaschen oder Geschirrspülen. Doch das ist längst nicht alles. Denn dabei handelt es sich lediglich um den direkten Wasserbrauch.

Nach Daten des Umweltbundesamtes kommen zu diesen 123 Litern pro Tag weitere 3.900 Liter an indirektem Wasserverbrauch hinzu. Denn: Bei der Herstellung von so ziemlich allen Produkten braucht es jede Menge Wasser. Das gilt natürlich auch für die Landwirtschaft.

Ohne Wasser geht nichts

Beispiel: Bei der Erzeugung eines Kilogramms Kartoffeln werden laut der Organisation „Water Footprint Network (WFN)“ knapp 300 Liter Wasser benötigt. Bei tierischen Erzeugnissen ist der Wasserfußabdruck gar noch bedeutend höher.

Das heißt: Zur Versorgung der Menschheit mit Lebensmitteln ist Wasser der grundlegendste und wichtigste Rohstoff. Mit Blick auf die wachsende Weltbevölkerung ergibt sich dadurch eine gigantische Herausforderung, die das 21. Jahrhundert prägen wird. So müssen die Landwirte bis 2030 in aller Welt wohl 8,5 Milliarden Menschen versorgen. Das wären mehr als doppelt so viele wie noch vor einer Generation.

Landwirtschaft muss Wasserverbrauch optimieren

Vor allem in trockenen und ärmeren Weltregionen muss die Landwirtschaft ihren Wasserverbrauch deshalb optimieren, um einer weiteren Verknappung vorzubeugen. Kein Wunder also, dass das Wassermanagement inzwischen zu einem der wichtigsten Wirtschaftssektoren avanciert ist. Schließlich geht es bei diesem Thema im Unterschied zu anderen Rohstoffen um das blanke Überleben.

Als Anleger können Sie hierzu einen Beitrag leisten – und gleichzeitig satte Renditen einfahren. Vor einigen Monaten habe ich Ihnen mit Xylem bereits eine interessante Aktie im Bereich Wasseroptimierung vorgestellt. Heut soll eine weitere aussichtsreiche Firma im Mittelpunkt stehen: Lindsay.

Lindsay punktet mit klugen Bewässerungssystemen

Das US-Unternehmen ist seit den 50er Jahren ein Vorreiter unter den Anbietern von Beregnungssystemen und Wassermanagementlösungen. Lindsay entwickelt und verkauft beispielsweise sogenannte VRI-Systeme („Variable Rate Irrigation“). Dabei handelt es sich um variable Bewässerungssysteme.

Diese stellen sicher, dass das Wasser intelligent dosiert wird. So benötigen manche Bereiche eines landwirtschaftlichen Feldes wegen der unterschiedlichen Pflanzentypen mehr Wasser als andere. Bewässert man nun das gesamte Feld immer mit der gleichen Menge Wasser, werden einige Pflanzen überwässern und andere vertrocknen. Durch die VRI-Systeme von Lindsay können Landwirte dem vorbeugen.

Unterstützt wird das Ganze durch die Software-Lösung „FieldNET“. Über die Anwendung können Bauern ihre Felder und die entsprechenden Pflanzentypen digital erfassen, sodass die Bewässerungsanlagen automatisiert die Wasserdosierung festlegen.

Stichwort: Bewässerungsanlagen. Hier bietet Lindsay unterschiedliche Produkte an. Etwa große stationäre Rohrsysteme zur Kreisberegnung, aber auch bereifte mobile Bewässerungsgeräte, die beispielsweise per Traktor gezogen werden können.

Alles in allem sorgen die Lindsay-Lösungen dafür, dass die Landwirte ihre Effizienz verbessern und gleichzeitig Wasser einsparen können. Das verschafft den Bauern natürlich auch finanzielle Vorteile.

Entsprechend groß ist die Nachfrage

Lindsay hat im Geschäftsjahr 2021 seine Verkäufe im Bewässerungsgeschäft um 35 Prozent auf 470 Millionen Dollar gesteigert. Das operative Einkommen schoss gar um 53 Prozent auf 63 Millionen Dollar nach oben. Die operative Marge lag somit bei soliden 13,4 Prozent.

Nach eigenen Angaben verkauft Lindsay seine Produkte mithilfe von Händlern in mehr als 90 Ländern. Der Großteil des Geschäfts entfällt allerdings auf die USA.

Das zweite Standbein

Der Vollständigkeit halber sollte noch erwähnt werden, dass Lindsay nicht nur in der Bewässerung tätig ist, sondern auch Produkte für die Straßeninfrastruktur anbietet. Dieses Geschäft macht jedoch nur etwa 20 Prozent der gesamten Konzernumsätze aus.

Lindsay liefert hier beispielsweise bewegliche Straßenbarrieren, die beim Kontakt mit einem Auto nachgeben und somit für weniger Schäden sorgen.

Mein Fazit für Sie

Das wirkliche Zukunftspotenzial der Aktie liegt aber zweifelsohne im Wassermanagement. So werden die Bewässerungssysteme von Lindsay einen Teil dazu beitragen, die Effizienz dieses wichtigsten Rohstoffes immer weiter zu verbessern. Lindsays Produkte dürften den Konzern und dessen Anleger also jahrzehntelang bereichern. Die Aktie ist deshalb ein Investment in die Zukunft.

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Von: Marco Schnepf.

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