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Daimler heißt jetzt Mercedes-Benz Group

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Seit gestern firmiert der Stuttgarter Autobauer Daimler unter dem Namen Mercedes-Benz Group AG. Das Börsenkürzel hat sich von DAI in MBG geändert. Die Umbenennung soll eine neue Ära einleiten. Der Konzern setzt weiter auf das Thema Elektromobilität.

Günstige Bewertung, hohe Dividende und ein intakter charttechnischer Aufwärtstrend – die Mercedes-Benz-Aktie ist durchaus einen Blick wert.

Umfassender Konzernumbau abgeschlossen

Die Namensänderung war gewissermaßen nur noch der letzte (formale) Schritt eines umfassenden Konzernumbaus. Der entscheidende Schritt war die Abspaltung der Lkw-Produktion. Der Geschäftsbereich wurde ausgegliedert und im Dezember unter dem Namen Daimler Truck an die Börse gebracht.

Bislang war der Spin-off durchaus erfolgreich. Gegenüber der ersten Notiz bei 28 Euro kletterte die Daimler-Truck-Aktie in der Spitze bis auf knapp 36 Euro und notiert aktuell trotz der jüngsten Korrektur bei gut 32 Euro.

Mit der Umbenennung der verbliebenen Daimler AG in Mercedes-Benz Group will das Management die Konzentration auf das prestigeträchtige Geschäft mit Premium-Autos und Vans auch im Namen deutlich machen. Dadurch soll das Unternehmen mit dem Stern attraktiver werden.

Fokus auf Elektromobilität

Gemessen am Absatz mussten die Stuttgarter ihre Stellung als führender Premium-Hersteller im vergangenen Jahr zwar an BMW abtreten. Das soll aber nur eine Momentaufnahme bleiben. Auch bei der Elektromobilität sowie bei Fahrzeugsoftware strebt der Konzern eine führende Position an.

Auf der Consumer Electronic Show (CES) in Las Vegas stellte Mercedes-Benz mit dem Prototypen EQXX ein elektrisch betriebenes Fahrzeug vor, das dank Leichtbau und Aerodynamik in der Lage sein soll, mit einer Batterieladung eine Strecke von mindestens 1.000 Kilometer zurückzulegen.

Ein weiteres Zukunftsthema ist das autonome Fahren. Kürzlich erhielt Mercedes als erster Autohersteller der Welt eine Genehmigung für das automatisierte Fahren. Diese gilt auf den mehr als 13.000 Autobahnkilometern in Deutschland. Bei hohem Verkehrsaufkommen und in Staus bei Geschwindigkeiten von maximal 60 Stundenkilometern soll der Fahrer den Blick von der Straße abwenden können, zum Beispiel um E-Mails zu checken. Falls nötig, muss er allerdings sofort wieder das Steuer übernehmen können. Die S-Klasse sowie der Luxus-Stromer EQS sollen schon bald zum autonomen Fahren aufgerüstet werden.

Im vergangenen Jahr machten Lieferprobleme, vor allem bei Halbleiter, der gesamten Branche das Leben schwer. Diese sollten sich in den nächsten Monaten nach und nach auflösen. Nachdem die Erlöse im vergangenen Jahr stagniert waren, erwartet das Management für dieses Jahr deutliche Zuwächse bei Absatz, Umsatz und operativem Gewinn.

Mercedes-Benz-Aktie hat weiteres Potenzial

Die günstige Bewertung lässt Luft für höhere Kurse. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) auf Basis der Gewinnschätzungen für dieses Jahr liegt bei knapp 7. Zudem dürfte die Dividende in diesem Jahr deutlich steigen. Eine Ausschüttung von 4 Euro je Aktie erscheint realistisch. Damit läge die Rendite bei stattlichen 5,7%.

Die Aktie zeigte sich bei der jüngsten Korrektur recht robust und liegt weiter in dem seit Mitte November gültigen Seitwärtskanal zwischen 66 und 76 Euro. Kann dieser nach oben verlassen werden, dürfte sich der Aufwärtstrend fortsetzen. In diesem Fall sind auf mittlere Sicht Kurse zwischen 85 und 90 Euro realistisch.