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Hier fiebert eine ganze Region mit

Hier fiebert eine ganze Region mit
AR Pictures / shutterstock.com
Inhaltsverzeichnis

Wenn ich vom Konzern aus Wolfsburg schreibe, wissen Sie sicher direkt, was gemeint ist. Kaum eine andere Stadt ist so eng mit dem wichtigsten Arbeitgeber der Region verbunden, wie Wolfsburg mit Volkswagen. Vor einigen Jahren wurde der Konzern vom Diesel-Skandal heimgesucht. Denkbar dramatisch war damals auch die Stimmung in Wolfsburg.

Inzwischen gilt VW als der wichtigste deutsche Hersteller von E-Autos. Das ist wohl der beste Beweis dafür, dass in jeder Krise eine Chance liegen kann. Doch wie könnte es in der Zukunft mit der Aktie weitergehen? Dem gehen wir auf d3en Grund! Zuvor aber ein paar Eckdaten zum Unternehmen.

Absatz-Sorgen belasten…

Die Volkswagen-Gruppe (VW) ist mit einer Produktion von fast 10 Mio Autos der größte Hersteller Europas. Wichtigster Absatzmarkt ist Deutschland. Zum Konzern gehören die Pkw-Marken Audi, Bentley, Bugatti, Lamborghini, Seat, Skoda, Porsche und Volkswagen. Zudem bietet der Konzern Finanzdienstleistungen an. Die Sparte Nutzfahrzeuge mit den Marken Scania und MAN wurde unter dem Name Traton an die Börse gebracht. VW hat einen guten Start in das neue Jahr hingelegt. Im 1. Quartal blieb der Umsatz zwar auf Vorjahresniveau.

Der Gewinn konnte jedoch mit 6,7 Mrd € fast verdoppelt werden. Sorgen macht der Absatz. Die Auslieferungen fielen um 20,8% auf 1,9 Mio Fahrzeuge zurück. Der Umsatz wurde von den hohen Preisen aufgefangen und der Gewinn erheblich beflügelt. Langfristig könnte sich mit entspannenden Lieferketten der Absatz wieder steigern. Gleichzeitig sollte dabei aber die Marge schrumpfen.

So sehen wir die Aktie

Für Streitigkeiten sorgte der Vorschlag des Vorstandsvorsitzenden Herbert Diess, den Markennamen von Volkswagen zu ändern, um Marke und Konzern stärker voneinander zu trennen. Strategisch fokussiert sich VW auf den Ausbau seiner Produktionskapazitäten für Elektroautos. In Spanien werden mit dem Bau einer Batteriefabrik in Valencia 10 Mrd € investiert. Im 1. Quartal wurden neue Elektromodelle vorgestellt, und der Elektrobus ID. Buzz feierte seine Weltpremiere. Auch das autonome Fahren rückt stärker in den Fokus.

Bis 2026 soll der US-Chiphersteller Qualcomm seine für das autonome Fahren entwickelten Chips für sämtliche Modelle des Konzerns liefern. Die Zusammenarbeit mit Ford beim MEB-Baukasten wurde ausgeweitet, nachdem bekannt wurde, dass Ford sein geplantes Volumen auf 1,2 Mio Auslieferungen in den kommenden 6 Jahren erhöht hat. Der Konzern will auch nach einem Porsche-Börsengang die Mehrheit der Anteile halten und das eingespielte Geld in die eigene Transformation stecken. Die Perspektive ist gut, das Marktumfeld aber belastet. Bleiben Sie bei VW langfristig dabei!