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Diageo: Hohe Renditen dank hochprozentiger Getränke

Inhaltsverzeichnis

Haben Sie sich an den Ostertagen einen schönen Tropfen in geselliger Runde gegönnt? Es ist sehr gut möglich, dass Sie dann mit einem Unternehmen in Kontakt gekommen sind, über das ich heute hier im Schlussgong schreibe. Dieses Unternehmen ist auch an der Börse für üppige Prozente bekannt. 

Wir steuern in großen Schritten auf den Höhepunkt der Dividendensaison 2022 zu. Die meisten deutschen Firmen schütten im Mai ihre Dividende aus. Bei ausländischen Unternehmen werden häufig mehrfach im Jahr Ausschüttungen geleistet. In den USA sind es in der Regel vier Ausschüttungen pro Jahr. Es wird also eine Quartalsdividende ausgeschüttet.

In Großbritannien sind es in der Regel zwei Ausschüttungen pro Jahr. So auch bei dem Unternehmen, das ich Ihnen heute als internationalen Dividenden-Champion vorstellen möchte. Es handelt sich dabei um den Weltmarktführer für Spirituosen – den britischen Konzern Diageo.

Neben Spirituosen zählen auch Bier und Wein zum Angebot des Konzerns. Der Name „Diageo“ ist Ihnen vielleicht noch kein Begriff. Er entstand erst 1997 im Zuge der Fusion von Guiness mit Grand Metropolitan und taucht (im Gegensatz zu den jetzt folgenden Top-Marken) in der Werbung praktisch nie auf.

Zahlreiche Top-Marken im Produktportfolio

Der Name Diageo ist relativ jung und unbekannt, dafür kennt aber wahrscheinlich jeder Leser, der über 18 Jahre alt ist, mindestens eine Top-Marke des britischen Getränkekonzerns:

Johnnie Walker (weltweit Nr. 1 bei Scotch Whisky), J&B (Nr. 5 Scotch Whisky), Crown Royal (Nr. 1 Canadian Whisky), Bushmills (Nr. 3 Irish Whiskey), Smirnoff (Nr. 1 Premium-Wodka), Captain Morgan (Nr. 2 Rum), Baileys (Nr. 1 Likör) oder Guiness (Nr. 1 Stout-Bier).

Insgesamt zählen acht der weltweit 20 erfolgreichsten Spirituosenmarken zum Diageo-Konzern. Die Produkte von Diageo gehören zur Grundausstattung jeder Bar. Die Tatsache, dass Bars und Kneipen in vielen Ländern wegen Corona über Monate geschlossen blieben, bekam auch Diageo zu spüren.

Corona hat nur kurz gebremst

Inzwischen ist der britische Konzern aber zurück in der Wachstumsspur. Im Geschäftsjahr 2020/2021 (bis Juni 2021) wuchs der Umsatz um 8% auf 12,73 Mrd. Britische Pfund (GBP). Der Nettogewinn sprang um 89% auf 2,66 Mrd. GBP nach oben.

Und auch der Start ins neue Geschäftsjahr 2021/2022 ist gelungen. Im 1. Halbjahr zog der Umsatz um satte 16% auf 7,96 Mrd. Britische Pfund (GBP) an. Bis auf Nordamerika wuchs Diageo in allen Märkten zweistellig.

Die höchsten Zuwächse verzeichnete der Konzern in Afrika (+85%) und in der Region Lateinamerika/Karibik (+69%). Der Nettogewinn lag mit 1,97 Mrd. GBP sogar um 24% über dem Vorjahreswert.

Die nächste Dividendenerhöhung

Die gute Geschäftsentwicklung wurde zum Anlass genommen, die Dividende abermals anzuheben. Damit wird die lange Serie der Dividenden-Erhöhungen weiter fortgesetzt. Die Zwischendividende wurde um 5% auf 29,36 Pence angehoben.

Die Jahresdividende lag zuletzt bei 72,55 Pence. Die Dividenden-Erhöhungen haben Tradition. Seit nunmehr 23 Jahren hebt Diageo Jahr für Jahr die Dividende an. Von den regelmäßigen Dividenden-Steigerungen profitieren die Aktionäre.

Auch die jüngste Kursentwicklung ist positiv. Während der DAX beispielsweise in den vergangenen 12 Monaten auf ein Minus von knapp 7% kam, steht bei der Diageo-Aktie ein sattes Plus von gut 25% zu Buche.

In den vergangenen Jahren war es eine gute Strategie, in schwachen Marktphasen die Diageo-Aktie günstig einzusammeln und den Dividenden-Titel dann langfristig zu halten.