BayWa auf Rekordkurs

Chemie Labor – Li Ding ado

Die BayWa AG hat auch im 3. Quartal dieses Jahres überzeugt und liegt – mit Blick auf das Gesamtjahr – weiterhin auf Rekordkurs. (Foto: Li Ding / Adobe Stock)

Bereits zur Jahreshälfte hatte der Münchener Mischkonzern BayWa AG ein Rekordergebnis hingelegt. Diese gute Geschäftsentwicklung konnten die Bayern auch im 3. Quartal fortsetzen.

BayWa setzte sogar noch einen drauf: Im Rahmen der Vorlage der Zahlen zum 3. Quartal teilet das Unternehmen mit, dass man auf ein neues Rekordergebnis im Laufe der fast 100-jährigen Unternehmensgeschichte zusteuert.

So konnte die Münchener in allen drei Segmenten bzw. Geschäftsbereichen sowohl den Umsatz als auch das operative Ergebnis (EBIT) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich steigern. Doch bevor ich näher auf die neuesten Zahlen eingehe, möchte ich Ihnen die BayWa AG kurz vorstellen.

Kurzporträt der BayWa AG

Gegründet wurde die BayWa AG im Jahre 1923 als Ausgliederung der Bayerischen Zentral-Darlehenskasse. Das Unternehmen firmierte bis 1972 als Bayerische Warenvermittlung landwirtschaftlicher Genossenschaften AG. Danach wurde die lange und unhandliche Firmenbezeichnung auf BayWa AG eingekürzt.

Ihren Ursprung hat die BayWa im genossenschaftlichen Landhandel. Nach dem 2. Weltkrieg diversifizierte das Unternehmen und dehnte seine Geschäftstätigkeit auch auf die Bau- und Energiewirtschaft aus.

Mitte der 1990er Jahre expandierte die BayWa durch Übernahmen auch international und ist seitdem in Österreich und Osteuropa aktiv. In den 2010er Jahren übernahm BayWa den niederländischen Getreidehändler Cefetra und den neuseeländischen Obsthändler Turners & Growers.

Heute ist BayWa laut eigenen Angaben ein globaler Player und entwickelt und verkauft führende Lösungen und werthaltige Projekte für die Grundbedürfnisse Ernährung, Energie und Bau. Mit ihren Beteiligungen und Tochterunternehmen sind die Bayern aktuell in mehr als 50 Ländern der Erde vertreten.

Entwicklung der Segmente in den ersten 9 Monaten 2021

Im BayWa-Segment Energie konnte der Umsatz in den ersten 9 Monaten des laufenden Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 38,9% auf 3,68 Mrd. Euro gesteigert werden. Das EBIT stieg in Bezug auf den Vergleichszeitraum des Vorjahres um 66,9% auf 80,1 Mio. Euro. Das gute Ergebnis wurde vor allem von einem florierenden Handel mit Photovoltaik-Komponenten getragen.

Der Umsatz im Segment Agrar verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11,1% auf 9 Mrd. Euro. Das EBIT stieg von 77,5 auf 111,4 Mio. Euro (+43,7%). Ergebnistreiber im Agrarbereich waren der 2012 erworbene niederländische Agrarhandel Cefetra Group und der Spezialitätenhandel mit Stärkeprodukten und pflanzlichen Proteinen.

Im Segment Bau konnte BayWa den Umsatz um 14,3% auf 1,6 Mrd. Euro steigern. Das EBIT stieg hier deutlich überproportional um 56,6% auf 61,4 Mio. Euro. Das Bau-Segment profitierte von der anhaltend guten Auslastung im deutschen Baugewerbe und verzeichnete Absatzsteigerungen über die gesamte Produktpalette hinweg.

Umsatzsteigerung von 17,1% in den ersten 9 Monaten 2021

Unter dem Strich konnte der BayWa-Konzern in den ersten 9 Monaten des laufenden Jahres seinen Umsatz im Bezug auf den Vergleichszeitraum des Vorjahres um 17,2% auf 14.3 Mrd. Euro steigern. Das EBIT legte im selben Zeitraum sogar um 86,7% zu und lag Ende September 2021 bei 191,7 Mio. Euro.

Die BayWa-Aktie hat sich im laufenden Jahr zwar bereits sehr erfreulich entwickelt. Dennoch sollte das Papier aus meiner Sicht – mit Blick auf die aktuelle Bewertung – durchaus weiteren Spielraum nach oben bieten.

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Tobias Schöneich
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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