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BayWa: Der heimliche Profiteur der Energiewende

BayWa: Der heimliche Profiteur der Energiewende
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Inhaltsverzeichnis

In diesen Tagen finden schreckliche Ereignisse statt. Der völkerrechtswidrige Einmarsch der russischen Armee in die Ukraine am vergangenen Donnerstag markiert einen der schwärzesten Tage für Europa seit Ende des 2. Weltkrieges. Klar ist nun auch, dass sich Deutschland möglichst schnell unabhängiger vom russischen Öl und Gas machen muss.

Das führte in den vergangenen Tagen dazu, dass Aktien von Unternehmen, die im Bereich der regenerativen Energien und im Bereich Wasserstoff tätig sind, teils deutlich zugelegt haben. So zum Beispiel auch die im DAX gelistete RWE-Aktie, die zuletzt sogar ein neues 10-Jahres-Hoch markieren konnte.

Ich möchte nun aber auf ein Unternehmen eingehen, das im Bereich der regenerativen Energien tätig ist, das jedoch sehr viel unbekannter als beispielsweise der RWE-Konzern ist. Die Rede ist von BayWa.

BayWa: Ein kurzes Portrait

BayWa ist aus meiner Sicht ein „heimlicher“ Energiewende-Gewinner. Heimlich deshalb, weil das Unternehmen zwar eine große Sparte für regenerative Energien hat, dieser Umstand aber in Investorenkreisen teilweise nicht so recht bekannt ist.

Der BayWa-Konzern (bis 1972: Bayerische Warenvermittlung landwirtschaftlicher Genossenschaften AG) wurde ursprünglich zur Unterstützung der heimischen Landwirtschaft gegründet. Später wurden die Geschäftsaktivitäten auf die Bereiche Bau und Energie ausgeweitet. Zudem setzt das Unternehmen auf die Digitalisierung der Landwirtschaft.

Unser heutiges Thema sind jedoch die regenerativen Energien. In diesem Bereich gab es im vergangenen Jahr spannende Neuigkeiten. Die BayWa AG verkaufte 49% der Anteile an der BayWa r.e. (das ist der Geschäftsbereich für regenerative Energien) für 530 Mio. Euro an Fonds, die von dem Schweizer Investor Energy Infrastructure Partners (EIP) beraten werden.

Mit einem Anteil von 51% bleibt die BayWa AG Mehrheitsgesellschafterin. Diese Transaktion zeigt Ihnen, wie werthaltig die Tochter für regenerative Energien im BayWa-Konzern ist. Der Wert dürfte seit dem Einstieg des Investors sogar noch weiter gestiegen sein. Die BayWa-Aktie ist daher aus meiner Sicht vor diesem Hintergrund zu niedrig bewertet.

Gute Zahlen für das Geschäftsjahr 2021

Schauen wir zum Schluss noch auf die jüngsten Zahlen, die BayWa gestern vorgelegt hat: Das Unternehmen meldet für 2021 einen signifikanten Ergebnissprung. Damit hat BayWa nach eigenen Angaben die herausragende Geschäftsentwicklung, die sich unterjährig bereits angedeutet hat, bestätigt und erfolgreich an das Vorjahr angeknüpft.

Das operative Ergebnis (EBIT) legte von 211,6 auf 266,6 Mio. Euro zu (+26%). Der Umsatz stieg um 20% von 16,5 auf 19,8 Mrd. Euro. Alle drei operativen Geschäftsfelder trugen zur Ergebnissteigerung bei. Ebenfalls erfreulich für BayWa-Aktionäre: Der Vorstand will dem Aufsichtsrat vorschlagen, die Dividende auf 1,05 Euro je Aktie zu erhöhen.

Damit liegt die Dividenden-Rendite auf Basis des aktuellen Kurses bei 2,9%. Wie ich bereits schrieb: Auf dem aktuellen Kurs- und Bewertungsniveau ist die BayWa-Aktie aus meiner Sicht zu günstig.