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Dieser Maschinenbau-Wert hat sich freigestrampelt

Dieser Maschinenbau-Wert hat sich freigestrampelt
Freedomz / shutterstock.com
Inhaltsverzeichnis

Dass Pumpen und anderes Industriematerial dringend benötigt werden, liegt auf der Hand – vor allem wenn die Produkte von hoher Qualität sind. Es ist daher kein Wunder, dass KSB sowohl bei Anlegern als auch bei Kunden aus der Industrie einen hervorragenden Ruf genießt. Wir haben die Aktie für Sie unter die Lupe genommen und erklären, ob der Wert ein so naheliegendes Investment ist, wie man auf den ersten Blick meinen könnte.

Zunächst aber KSB im Portrait. Die KSB SE & Co. KGaA gehört zu den führenden Herstellern von Pumpen und Armaturen für die Gebäude-, Industrie-, Wasser- sowie für die Energie- und Öltechnik. Die Produktpalette reicht von Fördersystemen für die private Regenwassernutzung über den Bau von Pumpstationen und hydraulischen Systemen bis hin zu Pumpen für Großkraftwerke.

Solide Entwicklung bei KSB

KSB hatte einen soliden Jahressart. Im 1. Quartal stieg der Umsatz um 4,2% und der Auftragseingang um 2% auf 600,1 Mio €. Es errechnet sich damit eine ordentliche Book-to- Bill-Ratio von 1,1. Aufgrund des höheren Umsatzes und geringerer Kosten hat sich auch das operative Ergebnis deutlich verbessert. Konkrete Angaben blieb das Management aber schuldig. In nahezu allen Regionen sind Umsatz und Auftragseingang gestiegen. Lediglich in Amerika hat KSB weniger umgesetzt und weniger Aufträge erhalten.

Belastet hat das coronabedingt schwache Projektgeschäft in den Bereichen Öl, Gas und Bergbau, das sich erfahrungsgemäß erst mit zeitlicher Verzögerung erholt. Am besten abgeschnitten hat der Konzern in Asien. Dort sind der Umsatz um 36,4% und der Auftragseingang um 9,3% gestiegen. Auch wenn sich die Pandemie im 1. Halbjahr noch negativ auf die Geschäftsentwicklung ausgewirkt haben dürfte, ist KSB für das Gesamtjahr zuversichtlich. Denn in vielen Märkten wird wieder kräftig investiert und verschobene Service-Aufträge nachgeholt.

Diese Dividende ist zu vernachlässigen

Die Ziele lauten 2,15 bis 2,4 Mrd € Umsatz, ein Auftragseingang in etwa gleicher Höhe und ein operatives Ergebnis von 80 bis 120 Mio €. Den Gewinn schätzen wir auf 35 Mio €. Bis 2025 will der Konzern die operative Marge auf über 8% steigern. Schon 2022 sollte KSB bei Umsatz und Gewinn wieder die Vorkrisenwerte übertreffen. Helfen sollen neue Produkte und die digitale Transformation, mit der immer mehr Prozesse automatisiert und effizienter gestaltet werden. Die Aktie  ist inzwischen angemessen bewertet, Anleger können durchschnaufen oder aber an der Seitenlinie abwarten. Die Dividende spielt mit einer Rendite von rund 1,2% nur eine kleine Rolle.