Mit diesen beiden Baustoffherstellern profitieren Sie von der robusten Baukonjunktur

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Von der robusten Baukonjunktur profitieren vor allem die beiden Baustoffhersteller Sto und Wienerberger. Das sind die Gründe. (Foto: photo 5000 / Adobe Stock)

Sto hat den Umsatz in den ersten 9 Monaten akquisitionsbedingt um 1,4% gesteigert. Drei erstmalig konsolidierte Unternehmen trugen 23,2 Mio. € zum Umsatz bei. Negative Währungseffekte sowie ein Asset-Verkauf belasteten dagegen die Umsatzentwicklung. Auf bereinigter Basis ist der Umsatz um 0,3% gestiegen. Während der Umsatz im Inland aufgrund der guten Witterungsbedingungen um 8,4% gestiegen ist, schrumpfte das Auslandsgeschäft coronabedingt um 4%.

Zur Gewinnentwicklung äußerte sich Sto nicht, sprach aber von einer deutlichen Verbesserung des operativen Ergebnisses (EBIT) und Vorsteuergewinns (EBT) aufgrund von Kostensenkungen und eines günstigeren Produktmixes.

Die robuste Baukonjunktur ist nach wie vor eine Stütze der Gesamtwirtschaft

Im vergangenen Jahr ist der Umsatz im deutschen Bauhauptgewerbe um 4,9% gestiegen. Vor diesem Hintergrund, der positiven Entwicklung in den ersten 9 Monaten und der günstigen Witterungsverhältnisse in wichtigen Absatzmärkten im 4. Quartal hat das Management seine Jahresziele Mitte März zum 2. Mal angehoben. Trotz der Lockdowns erwartet der Konzern jetzt einen Umsatz von 1,433 Mrd. €, ein EBIT von 119 bis 123 Mio. € sowie ein EBT von 117 bis 121 Mio. €. Den Gewinn schätzen wir auf 80 Mio. €.

Die langfristigen Aussichten von Sto sind ebenfalls ausgezeichnet

Denn ohne energetische Gebäudesanierung sind die Klimaziele nicht erreichbar. Zudem profitiert Sto von den notwendigen Brückensanierungen in Deutschland. Denn der Konzern ist auch in der Betonsanierung aktiv. Die Aktie entwickelt sich deutlich besser als der Vergleichsindex und ist günstig bewertet.

Unternehmensporträt

Die Sto SE & Co. KGaA gehört zu den bedeutendsten Herstellern von Produkten und Systemen für Gebäudebeschichtungen. Führend ist Sto in der Wärmedämmung. Zum Sortiment gehören daneben Fassadenelemente sowie Putze und Farben. Das Angebot umfasst insgesamt rund 30.000 Artikel. Sto ist 90 Mal in Deutschland und mit 38 Gesellschaften in Europa, Asien und den USA vertreten.

Dank der staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie konnte Wienerberger überzeugende Jahreszahlen präsentieren

Der Umsatz verfehlte den Vorjahresrekord nur um 3,2%, und das vielbeachtete bereinigte operative Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) übertraf mit 565,6 Mio. € das Konzernziel von 545 Mio. € deutlich. Als Folge strikter Kostendisziplin und Portfoliooptimierungen haben die Sparten Piping Solutions und North America ihre Profitabilität verbessert.

Der Gewinn brach dagegen um nahezu Zweidrittel ein. Die Aktionäre sollen dennoch eine Dividende in unveränderter Höhe erhalten. Denn verantwortlich für den Gewinneinbruch waren lediglich nicht-liquiditätswirksame Abschreibungen. Für 2021 hat das Management ein bereinigtes EBITDA von 600 bis 620 Mio. € in Aussicht gestellt. Der Umsatz könnte akquisitionsbedingt auf 3,65 Mrd. € steigen.

Milliardenschwere Übernahme in den USA stärkt Marktposition

Wienerberger hat im Dezember mit der 250-Mio-$-schweren Meridian-Brick-Übernahme den Umsatz in Nordamerika auf 800 Mio. $ verdoppelt. Das Unternehmen ist der bedeutendste Produzent von Fassadenlösungen in den USA und hat auch in Kanada eine starke Marktposition. Die Finanzierung der Übernahme erfolgt aus bestehenden Kreditlinien. Wienerberger rechnet mit jährlichen Synergien von 20 Mio. $. Ziel ist es, das bereinigte EBITDA in der Sparte North America bis 2023 auf 120 Mio. $ mehr als zu verdreifachen.

Mittelfristig will Wienerberger in den Bereichen Renovierung und Infrastruktur von den staatlichen Maßnahmen zur Förderung des Wirtschaftswachstums profitieren. Jahreszahlen und Übernahme kamen an der Börse gut an.

Unternehmensporträt

Die im Jahr 1819 gegründete Wienerberger AG ist in Europa die Nummer 1 bei Tondachziegeln und gehört in Europa zu den führenden Anbietern von Rohrsystemen. Der Konzern ist mit 195 Werken in 30 Ländern Europas und in Nordamerika vertreten.

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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

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