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Nemetschek-Aktie nach zuversichtlicher Prognose mit kräftigem Kursplus

Inhaltsverzeichnis

Mit einem deutlichen Kursaufschlag reagierte die Aktie des Bausoftware-Spezialisten Nemetschek. Grund waren starke Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr und Aussagen des neuen Vorstandschefs Yves Padrines, der auch für das laufende Jahr robuste Wachstumsraten in Aussicht gestellt hat.

Nemetschek: Der familiengeführte Spezialist für Bausoftware

Bevor ich auf die jüngsten Zahlen eingehe, möchte ich Ihnen den Familienbetrieb (>50% der Aktien befinden sich in Händen der Nemetschek-Familie) erst einmal näher vorstellen:

Nemetschek ist Europas größter Anbieter von Architektur- und Bausoftware. Die grafischen, analytischen und kaufmännischen Lösungen decken einen Großteil der gesamten Wertschöpfungskette am Bau ab – von der Planung und Visualisierung eines Gebäudes über den eigentlichen Bauprozess bis zur Nutzung. Die Produkte des Unternehmens sind bei mehr als sechs Millionen Kunden in 142 Ländern weltweit im Einsatz. Der Expansionsfokus liegt auf Amerika und Asien.

Hohe Wettbewerbs-Qualität

Die Vertriebs-Strategie der Firma ist ausgesprochen durchdacht und mündet in einer meist langanhaltenden Kundenbeziehung. Architekten und Ingenieure erlernen die Software bereits frühzeitig an Hochschulen, auch kostenlose Studenten-Versionen tragen frühzeitig zur Kundenbindung bei.

Mittlerweile liegt der Marktanteil in der D-A-CH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) bei bis zu 80% – die Nemetschek-Software hat sich zum Quasi-Standard entwickelt. Netzwerk-Effekte tragen zu weiterem Ausbau der Marktanteile bei.

Hohe Wechselkosten in Form neuer Lizenzen und der Aufwand ein neues Programm zu erlernen führen zu einer hohen Kundenloyalität. Diese kommt in einer niedrigen Wechselrate von ca. 5% und weniger zum Ausdruck. Zugleich investiert Nemetschek jährlich zwischen 20 und 25% der Umsätze wieder in die hauseigene Produkt-Entwicklung und versucht damit seine beeindruckende Marktstellung zu verteidigen.

Deutlicher Margenanstieg in 2021

Zuletzt setzte sich die die Erfolgsgeschichte der Münchener ungebremst fort: Im abgelaufenen Geschäftsjahr kletterte der Umsatz um 14,2% (währungsbereinigt: 15,6%) auf 596,9 Millionen Euro. Der Jahresüberschuss verbesserte sich sogar noch deutlich stärker um 38,9% auf 134,6 Millionen Euro beziehungsweise 1,17 Euro je Aktie.

Besonders stark entwickelten sich die Cloud-Umsätze mit einem Anstieg um rund 48 % auf 132 Millionen Euro. Der Anteil wiederkehrender Umsätze, zu denen außer Mietmodellen Serviceverträge gehören, nahm nach Angaben von Nemetschek auf 61 % des Konzernerlöses zu.

Zweistelliges Umsatzplus im Visier

Auch für das laufende Jahr zeigt sich der Softwarekonzern zuversichtlich und stellt ein zweistelliges Wachstum in Aussicht. So soll der Umsatz um 12 bis 14% anziehen. Dabei peilt Nemetschek eine unverändert hohe Profitabilität an. Die Gewinnmarge vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) wird zwischen 32 und 33% erwartet. Damit bewegt sich der Konzern auf einem ähnlich hohen Niveau wie im Vorjahr (32,6%).

Neben organischem Wachstum sollen künftig auch Übernahmen eine wichtige Rolle spielen. Drei Deals gab es bereits im letzten Jahr. Für die Zukunft wollen die Münchener Trendthemen wie Digitale Zwillinge, KI, Machine Learning oder Virtual Reality ins Visier nehmen.