Palfinger: Dieses österreichische Traditionsunternehmen sollten Sie kennen

ATX Bulle Baer Oesterreich RED – Wiener Börse

Der österreichische Kran-Spezialist Palfinger ist ein interessantes Investment. Erfahren Sie nun die Gründe für eine Investition in Palfinger. (Foto: Wiener Börse AG)

Gestern habe ich Sie an dieser Stelle auf die in dieser Woche (Donnerstag und Freitag) virtuell stattfindende Gewinn Messe, die größte Finanzmesse Österreichs, hingewiesen. Statt in die Messe Wien lädt Sie der Gastgeber, der Gewinn-Verlag, auch in diesem Jahr dazu ein, im Internet an der Gewinn Messe teilzunehmen.

Ein Unternehmen, das sich im Rahmen der Gewinn Messe vorstellt (am Freitag um 13 Uhr live im Internet) und das in den vergangenen Jahren schon häufiger an dieser Veranstaltung teilgenommen hat, ist Palfinger. Warum lohnt es sich für Sie, einen Blick auf dieses Unternehmen zu werfen? Weil Palfinger zu den Hidden Champions – zu den unbekannten Weltmarktführern – gehört.

Da das Unternehmen sicherlich längst nicht jeder von ihnen kennt, stelle ich Ihnen die Palfinger AG kurz vor, bevor wir uns die jüngsten Zahlen und die weiteren Perspektiven anschauen.

Palfinger: Die Kran-Spezialisten

Der Ursprung des Unternehmens liegt in einer von Richard Palfinger 1932 gegründeten Reparatur- und Schlosserwerkstatt. Mit der Spezialisierung auf hydraulische Ladekrane legte sein Sohn Hubert Palfinger 1964 den Grundstein für das heutige Unternehmen.

Im Jahr 1989 stieg die Exportquote erstmals auf über 90% mit einer Präsenz in über 70 Ländern. Im Juni 1999 folgte schließlich der Börsengang. Im Laufe der vergangenen 20 Jahre wurde im Unternehmen zunehmend auf Diversifikation und Internationalisierung gesetzt.

Heute fertigt Palfinger Krane und Verladesysteme aller Art. Dazu zählen Krane für LKWs und für Schiffe (im Segment Marine). Daneben fertigt Palfinger aber auch Personeneinstiegssysteme, Wind- und Offshore-Krane, Mobil-Krane, LKW-Aufbauten, Eisenbahnsysteme und spezielle Gabelstapler, die Mitnahmestapler genannt werden.

Gute Halbjahreszahlen

Schauen wir nun auf die guten Halbjahreszahlen von Palfinger. Das Unternehmen steigerte den Umsatz im 1. Halbjahr 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 21% auf 884,12 Mio. Euro.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) legte um 57% auf 133,51 Mio. Euro zu. Die EBITDA-Gewinnmarge konnte von 11,6 auf 15,1% verbessert werden. Das operative Ergebnis (EBIT) stieg um satte 138% auf 92,13 Mio. Euro und die operative Gewinnmarge (EBIT-Marge) von 5,3 auf 10,4%.

Der Vorsteuergewinn kletterte von 30,35 auf 87,49 Mio. Euro und das Nettoergebnis legte von 15,11 auf 56,07 Mio. Euro zu. Auch die Bilanz ist stark: Die Eigenkapitalquote lag zum Ende des 1. Halbjahres bei sehr soliden 39,3%.

Rekordumsatz für 2021 erwartet

Palfinger verzeichnete in der 1. Hälfte dieses Jahres einen Rekord-Auftragsbestand, der dem Unternehmen eine hervorragende Planungsbasis bietet und die Auslastung bis Ende des Jahres sichert. Daher prognostiziert das Unternehmen für das Gesamtjahr einen Rekordumsatz von mehr als 1,75 Mrd. Euro und ein operatives Ergebnis (EBIT) von über 150 Mio. Euro.

Das Jahreshoch der Palfinger-Aktie liegt bei 40 Euro. Aktuell notiert der Kurs bei knapp 38 Euro. In den vergangenen 12 Monaten konnte die Aktie um knapp 70% zulegen. Gelingt jetzt auch noch der Ausbruch über die runde 40-Euro-Marke, kann es schnell in Richtung 45 Euro gehen. Auch aus fundamentaler Sicht wäre dieses Niveau bei Erreichen der angekündigten Rekordzahlen gerechtfertigt.

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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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