Die Drogerie- und Kosmetikbranche ist krisenfest

Symrise Symbolbild Parfümsprühen_shutterstock_677981779_Africa Studio

Kosmetik-Artikel werden, wie bei Lebensmitteln oder Medikamente auch, in jeder Wirtschaftslage gekauft. (Foto: Africa Studio / shutterstock.com)

Die Drogerie- und Kosmetikbranche ist eine Schönheitsindustrie, getrieben von den Emotionen und den Wunschvorstellungen der Verwender. Damit zählt diese Industrie zu den krisenbeständigsten Branchen weltweit. Kosmetika werden in jeder Wirtschaftslage gekauft. Es herrscht eine vergleichbare Stabilität wie bei Lebensmitteln oder Medikamenten.

Mit Produkten des täglichen Bedarfs bestücken einige Großkonzerne unsere Supermärkte, Drogerien und Apotheken. Dabei geht es nicht nur um Pflege und Hygiene, sondern viel mehr um den Aufbau von starken Marken und einem emotionalen, kundennahen Vertrieb. Die Marke bestimmt den Preis. Und diese soll möglichst international vermarktet werden.

Die drei großen Trends der Branche

In den Schwellenländern können so noch zweistellige Wachstumsraten erzielt werden. Luxuskosmetika aus den westlichen Industrieländern sind besonders gefragt. Sie sind ein Statussymbol. So überrascht es nicht, dass L’Oréal mit seiner Luxusproduktlinie in China erfolgreich ist. Gleiches gilt für die La Prairie-Reihe von Beiersdorf. Diese vermeintlichen Luxusprodukte sind in der Herstellung nur unwesentlich teurer, können aber zu deutlich höheren Preisen verkauft werden. Die Marke zählt.

Der zweite große Trend sind Naturprodukte und Aktivkosmetika. Auch hier zählt L’Oréal zu den Vorreitern. Aber auch Colgate-Palmolive oder Procter & Gamble investieren kräftig in nachhaltigere Produktangebote. Ob das grüne Verantwortungsbewusstsein der Verbraucher aber dann so weit reicht, wiederverwendbare Windeln zu kaufen, steht auf einem anderen Blatt.

Der dritte Trend ist eigentlich kein Trend, sondern der Fortschritt der Entwicklungsländer. Mit dem steigenden Wohlstand wird mehr Wert auf Hygiene und Reinlichkeit gelegt. Für die etablierten Konzerne ist das ein großer Wachstumsmarkt, der einfach zu heben ist. Die Pandemie hat diese Entwicklung nochmals verstärkt. So setzen Henkel, Unilever oder Church & Dwight zunehmend auf das internationale Geschäft, um so die langsamere Entwicklung der Industriestaaten auszugleichen.

Geschmackssieger auf dem Vormarsch

Ein oft unbeachteter Bereich in der Drogerie- und Kosmetikbranche ist die Produktion von Duft- und Aromastoffen. Dabei werden sie in vielen Lebensmitteln und fast allen Kosmetika eingesetzt. Gleichzeitig gibt es nur wenige Wettbewerber im Markt. Givaudan, und Symrise führen das Feld an. Jedoch gibt es auch hier Unterschiede. Während Givaudan mit negativen Wechselkurseffekten zu kämpfen hat, übernimmt I F F die Ernährungssparte von DuPont und setzt sich somit als Weltmarktführer weiter ab.

Symrise ist dagegen vor allem in Europa gefragt, wird aber derzeit zu einer rekordverdächtigen Bewertung gehandelt. Alle drei Konzerne werden zusätzlich von dem Thema nachhaltige und fleischlose Ernährung profitieren, denn hier kommen besonders häufig Aromastoffe zum Einsatz. Trotz der hervorragenden Aussichten sind die meisten Potenziale bereits eingepreist.

Symrise Symbolbild Parfümsprühen_shutterstock_677981779_Africa Studio

Drogerie- und Kosmetik-Aktien: Starke Marken, starke Konzerne, starke BrancheDie Konzerne der Drogerie-/Kosmetikbranche besitzen ein hervorragendes und ausgewogenes Markenportfolio, das selbst in Krisenzeiten noch attraktive Renditen abwirft. › mehr lesen


© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig den kostenlosen E-Mail-Newsletter "GeVestor täglich". Herausgeber: GeVestor Verlag | VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG. Sie können sich jederzeit wieder abmelden.

Hinweis zum Datenschutz