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Diese Aktie lässt Ihr Depot erstrahlen

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Wer schön sein will, muss leiden – oder doch nicht? Längst hat sich die Ansicht durchgesetzt, dass Schönheit im Auge des Betrachters liegt und wahre Schönheit manchmal erst auf den zweiten Blick zum Vorschein kommt. Längst gelten Beauty-Produkte nicht mehr als Mittel, um die Attraktivität nach außen zu steigern, sondern um sich selbst etwas Gutes zu tun. Diese Sichtweise erklärt auch, wieso immer mehr Menschen zu Pflegeprodukten und Kosmetik greifen – es geht ihnen schlichtweg um persönliche Wellness.

Inwiefern die Aktie von L’Oréal von diesem Trend profitiert, erklären wir Ihnen in unserer Analyse. Vorab aber ein paar Eckdaten zum Unternehmen. L’Oréal ist mit einem Anteil von 16% Weltmarktführer bei Kosmetika mit Schwerpunkt in den Segmenten Haar-, Hautund Körperpflege, Make-up und Parfüms. L’Oréal entwickelt, produziert und vertreibt Gesundheits- und Schönheitsprodukte unter bekannten Marken wie Lancôme, Vichy, Garnier, Giorgio Armani, Jade und Ralph Lauren. Sie decken damit den gesamten Bereich von Massenware bis zu Luxusartikeln ab. 

Starke Zahlen machen Laune

L’Oréal hat für die ersten 9 Monate starke Zahlen vorgelegt und seinen Umsatz um 15,3% auf 23,2 Mrd € gesteigert. Besonders gut liefen die Geschäfte mit Aktivkosmetika. Hier konnte ein Plus von 31% auf 2,9 Mrd € erzielt werden. Auch das Luxus- Segment markierte eine neue Rekordmarke und legte um 23,5% auf 8,6 Mrd € zu. Eine vergleichbare Entwicklung war bei den Produkten für professionelle Kunden zu erkennen.

Hier lag der Zuwachs bei 23,6% auf 2,7 Mrd €. Eine Wachstumsbremse war dagegen das Kerngeschäft mit klassischer Verbraucherkosmetik, das nur um 2,6% auf 9 Mrd € zulegen konnte. Im Vergleich zu den anderen Geschäftsbereichen wird hier zwar noch am meisten umgesetzt. Wir rechnen jedoch damit, dass bereits 2022 das Luxussegment zum wichtigsten Bereich aufsteigen wird. Das liegt an den guten Entwicklungen in den Schwellenländern, wo Verbraucher gerne zu teureren Kosmetika greifen.

China als Wachstumstreiber

Das beste Beispiel ist China. Die wachsende Mittel- und Oberschicht legt viel Wert auf Markenprodukte. Ähnliche Entwicklungen können wir in Lateinamerika beobachten. Für L’Oréal ist das doppelt gut. Denn die Luxusprodukte führen nicht nur zu mehr Umsatz, sondern auch zu mehr Gewinn. Die operativen Margen sind deutlich besser, da die Verbraucher preisunsensibler sind.

Es wird schlichtweg mehr Geld ausgegeben. Diese Effekte lassen sich auch in den Industriestaaten messen. Hierzulande greifen ältere Kunden zu teureren Produkten. Nur die hohe Bewertung spricht gegen die Aktie. Ansonsten aber gilt: L’Oréal macht jedes Depot ein bisschen hübscher – ganz unabhängig von der schmalen Dividendenrendite von nur 1,1%.