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Nestlé: Konzernumbau schreitet voran

Inhaltsverzeichnis

Nestlé kennen Sie sicherlich als überaus solide Aktie und Marktführer für Nahrungsmittel. Aber wussten Sie auch, dass sich der Schweizer Konzern immer mehr in Richtung Gesundheit orientiert? Das eröffnet Anlegern eine interessante Zusatzchance. Denn der Bereich Ernährung/Gesundheit weist sowohl höhere Wachstumsraten als auch höhere Gewinnmargen als das Nahrungsmittelgeschäft auf.

Übernahme von The Bountiful Company stärkt die Gesundheitssparte

Mit The Bountiful Company hat Nestlé im Mai eine der führenden Marken aus dem Bereich Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel übernommen. Der Kaufpreis von 5,75 Mrd. US-Dollar entspricht etwa dem Dreifachen des Jahresumsatzes von The Bountiful Company.

Die Anwendungsbereiche für Nahrungsergänzungsmittel reichen von Mineralstoffen und Vitaminen über Präparate für Muskeln und Gelenke und Mittel für den Verdauungstrakt bis zu speziellen Präparaten, die der Herz- und Kreislaufgesundheit oder auch der Schönheitspflege von innen dienen sollen. Im Vergleich zum Nahrungsmittelmarkt werden mit Nahrungsergänzungsmitteln mehr als doppelt so hohe Wachstumsraten erzielt.

Mit der Übernahme wertet Nestlé seine Gesundheitssparte weiter auf. Diese umfasst u.a. Nahrungsmittel, die speziell auf die Bedürfnisse von Kindern, Allergikern, Senioren und bestimmten Patientengruppen (z.B. Krebspatienten, die eine Mangelernährung aufweisen) zugeschnitten sind. Das Gesundheitsgeschäft teilt sich in Consumer Care (Produkte für den Einzelhandel und Apotheken) und Medical Nutrition (Produkte für medizinische Fachkreise).

3 Übernahmen im Vorjahr

2020 hat Nestlé bereits einige Übernahmen im Gesundheitsbereich getätigt. Für 2 Mrd. US-Dollar kaufte Nestlé das US-Unternehmen Aimmune Therapeutics. Es zählt zu den führenden Anbietern zur Prävention und Behandlung von Lebensmittelallergien. Das Medikament Palforzia von Aimmune ist die erste und einzige von den US-Behörden zugelassene Behandlung gegen Erdnussallergie bei Kindern ab 4 Jahren.

Außerdem kauften die Schweizer das US-Unternehmen IM HealthScience, ein Spezialist für Nahrungsmittel, die bei der Behandlung von Verdauungs- und Schlafproblemen helfen. Dem Pharmakonzern Allergan kaufte man zudem das Medikament Zenpep ab, das Menschen dabei hilft, Nahrung richtig verdauen zu können, wenn ihre Bauchspeicheldrüse nicht genügend Enzyme zum Abbau von Fett, Proteinen und Kohlenhydraten liefert.

Wachstumsschwache Bereiche werden abgestoßen

Die Übernahmen kann Nestlé aus den Spartenverkäufen der vergangenen Jahre finanzieren. Denn der Konzern hatte sich zuletzt von einigen Geschäftsbereichen getrennt, die weniger Wachstumspotenzial aufweisen, darunter das US-Wassergeschäft (bis auf die Premium-Marken), das US-Speiseeisgeschäft und die Hautpflege-Sparte.

Krisensicheres Investment mit Zusatzchance

Nestlé bleibt ein krisensicheres Investment mit einem recht attraktiven Chance/Risiko-Verhältnis. Zwar ist die Aktie kein Schnäppchen mehr, aber für Qualität zahlen die Anleger eben gerne einen Aufpreis.

Außerdem erhalten Sie als Anleger eine Zusatzchance: Die Sparte Gesundheitsprodukte wächst deutlich stärker als der Rest des Nestlé-Konzerns. Daher macht die konsequente Neuausrichtung auf diesen Bereich absolut Sinn und könnte dazu führen, dass die Anleger Nestlé in Zukunft eine noch höhere Bewertung zubilligen werden.